Eine Woche lang hatten die Österreicher Zeit, Unterschriften für fünf Volksbegehren abzugeben. Mit Montagabend endete die Frist. Wie bereits berichtet, standen dabei die Einführung eines Feiertags am Karfreitag, eine Wahlpflicht bei der Nationalrats- und Bundespräsidentenwahl, mehr Polizei, gratis Verhütungsmittel und mehr Transparenz im Parlament auf der Agenda.
Damit ein Volksbegehren im Nationalrat behandelt wird, benötigt es 100.000 Unterschriften. Diese konnten online und in beliebigen Eintragungslokalen im Bundesgebiet abgegeben werden. Dennoch erreichte keines der fünf Themen diese Marke.
Mit knapp 60.000 Unterschriften sprachen sich die meisten Österreicher für gratis Kondome, Lecktücher, hormonelle sowie nicht hormonelle Verhütungsmittel und die kostenlose Pille danach aus, berichtet die "Krone". 49.026 Bürger wollten den Karfreitag zum Feiertag erklären.
Auf dem dritten Rang landete die Initiative der sozialdemokratischen Polizeigewerkschafter. Mit dieser sollte dem Personalmangel bei der Polizei entgegengewirkt werden. Mehr Transparenz im Parlament verlangten 38.837 Österreicher. Am wenigsten Stimmen erhielt das Volksbegehren zu einer Wahlpflicht bei der Nationalrats- und Bundespräsidentenwahl (27.071 Unterschriften).
Laut dem Innenministerium konnten 6.319.990 Österreicher die Initiativen unterstützen. Die endgültigen Ergebnisse für die fünf Volksbegehren werden nach Vornahme allfälliger Berichtigungen Mitte Juli bekannt gegeben.