Eine neue Umfrage setzt die Bundesregierung weiter unter Druck. ÖVP, SPÖ und Neos kommen gemeinsam nur noch auf 42 Prozent und würden damit ihre parlamentarische Mehrheit verlieren.
Die von der "Kronen Zeitung" veröffentlichte Umfrage zeigt laut Bericht Verluste für alle drei Regierungsparteien. Besonders deutlich fällt demnach das Minus bei der SPÖ aus. Die Sozialdemokraten erreichen in der Sonntagsfrage nur noch 15 Prozent und liegen damit sogar unter ihrem bisher schlechtesten Nationalratswahlergebnis aus dem Jahr 2024.
Auch die Volkspartei büßt laut Umfrage weiter an Zustimmung ein und kommt auf 20 Prozent. Die FPÖ legt hingegen weiter zu und baut ihren Vorsprung aus.
Bereits eine zuletzt veröffentlichte "Heute"-Umfrage hatte gezeigt, dass 57 Prozent der Befragten Österreich auf dem falschen Weg sehen. Lediglich 31 Prozent bewerteten die Entwicklung positiv.
Angesichts der aktuellen Umfragewerte werden nun auch Spekulationen über mögliche Neuwahlen lauter. SPÖ-Präsidiumsmitglied Roland Fürst erklärte: "Mich beschleicht schön langsam das Gefühl, dass wir im Bund bald vor Wahlen stehen, wenn im Herbst kein Wunder geschieht."
Fürst sieht auch innerhalb der ÖVP zunehmende Spannungen. "Die ÖVP hat auf Druck der Bundesländer zuerst den Kampagnenmanager aus dem Burgenland rausgeschmissen, kurz danach den Generalsekretär. Landeshauptfrau Mikl-Leitner richtet dem eigenen Bundeskanzler Stocker mittlerweile wöchentlich aus, dass sie keine Geduld mehr hat. Man muss wirklich kein Prophet zu sein, um zu erkennen, dass die ÖVP ihre Willi Molterer 'es reicht Show' eröffnet hat", so der SPÖ-Politiker gegenüber "Heute".
Zugleich verweist der SPÖ-Politiker auf bevorstehende politische Herausforderungen für die Volkspartei. "Die ÖVP hat auch aus ihrer Sicht viel zu verlieren, nämlich fünf Bundesländer, wo sie sich mit der FPÖ um den Landeshauptmann-Sessel matchen muss. Wer die ÖVP kennt, weiß, dass für die ÖVP nur die ÖVP zählt und alles andere dem untergeordnet wird", so Fürst.
Und weiter: "Insofern wäre es sicherlich günstig, wenn wir uns innerhalb der Sozialdemokratie auch mit dem Tag X auseinandersetzen, völlig egal, wann nun Nationalratswahlen stattfinden werden, denn irgendwann wird gewählt werden."