Im Finale der Regierungsverhandlungen um ein mehr als fünf Milliarden Euro schweres Sparpaket zur Budgetsanierung enthüllt jetzt eine Serienanfrage von Grünen-Aufdeckerin Alma Zadić, dass der Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos bei den Kabinetten ihrer Minister und Staatssekretäre das Geld sehr locker sitzt.
Mit insgesamt 21 Mitgliedern (Kanzler, Vize, 12 Minister und sieben Staatssekretäre) ist es ohnehin die größte und teuerste Regierung aller Zeiten. Zadić hat nun die Mitarbeiterzahl und Kosten der dahinterstehenden Büros erfragt.
Anhand der Antworten zeigt sich, dass die Regierung ihre Mitarbeiterzahl noch einmal erhöht hat. Insgesamt 404 Personen waren im ersten Quartal 2026 in den Kabinetten beschäftigt (inklusive Back-Office und Chauffeure). Das sind noch einmal fünf mehr als Ende 2025.
Damit leistet sich die größte Regierung aller Zeiten auch den größten persönlichen Mitarbeiterstab.
Die Gesamtkosten der Ministerbüros sind im Zeitraum Jänner bis März 2026 noch einmal um über 143.000 Euro monatlich gegenüber dem 4. Quartal des Vorjahres angestiegen – die Regierungsbüros kosten uns damit im Schnitt 3,88 Millionen Euro pro Monat.
Aufs Jahr hochgerechnet schlagen die Kabinette schon mit 46,5 Millionen Euro zu Buche.
Das größte Kabinett hat mit 29 Mitarbeitern (18 Referenten inklusive Öffentlichkeitsarbeit plus elf Hilfskräfte) naturgemäß Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Hinzu kommt noch das Büro seines Staatssekretärs Alexander Pröll (ÖVP) mit 18 Beschäftigten. Insgesamt sind es also 47 Mitarbeiter.
Beim Kanzler blieb der Mitarbeiterstand gegenüber dem Vorquartal unverändert. Aufgestockt hat hingegen Vize Andreas Babler (SPÖ) – sein Kabinett plus das Büro von Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) zählt 41 statt zuvor 39 Beschäftigte.
Um zwei Mitarbeiter erhöht (von 30 auf insgesamt 32) haben ihre Büros auch Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).
Auch bei Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) kamen in Summe zwei Mitarbeiter hinzu.
Um zwei Beschäftigte geringer fällt das Kabinett von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) und ihrem Staatssekretär Sepp Schellhorn (Neos) aus. Hier ist allerdings zu sagen, dass Meinl-Reisinger im Ministerium noch ein zusätzliches Sonderbüro eingerichtet hat – eine Koordinierungsstelle für die pinke Regierungsarbeit.
Dieses Sonderbüro im Außenamt kostete in den ersten drei Monaten des Jahres bereits gut 194.000 Euro und wurde zuletzt noch einmal personell aufgestockt.