Das warme Pfingstwochenende zieht viele Menschen in Freibäder, an Seen und Flüsse. Doch Experten warnen jetzt eindringlich vor den Gefahren im Wasser.
Mehr als 40 Menschen ertrinken laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) jedes Jahr in Österreich. Besonders betroffen ist Niederösterreich mit durchschnittlich acht Todesfällen pro Jahr. In der Steiermark liegt die Zahl bei vier Fällen jährlich.
Besonders tragisch: Auch Kinder sind betroffen. Neun Prozent der Opfer sind Kinder, etwa die Hälfte aller Ertrunkenen ist zwischen 15 und 64 Jahre alt. Doch nicht nur das Ertrinken selbst ist ein großes Problem. Jedes Jahr verletzen sich laut KfV mehr als 4.000 Menschen in Hallen- und Freibädern so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen.
Die häufigste Ursache sind Stürze auf nassen Böden. Dazu kommen Verletzungen an Beckenrändern, Leitern oder scharfen Metallkanten.
Sorgen machen den Experten auch die mangelnden Schwimmkenntnisse vieler Österreicher. Laut einer Studie schätzt jeder vierte Mensch seine Schwimmfähigkeiten nur als "unsicher" oder "mittelmäßig" ein.
Als Gründe nennt das Kuratorium unter anderem fehlenden Schwimmunterricht in Schulen und zu wenig Schwimmerfahrung innerhalb der Familien.
Die Experten empfehlen deshalb, nach dem Winter die eigenen Schwimmkenntnisse wieder aufzufrischen. Wer längere Strecken schwimmt, sollte etwa eine Schwimmboje mitnehmen.
Besonders wichtig sei außerdem: Niemals alleine in freien Gewässern schwimmen und immer in Sichtweite anderer bleiben.
Kinder sollten in der Nähe von Seen, Flüssen oder Pools niemals unbeaufsichtigt sein.