"30 statt bisher 25 Tage": So lange müssen Kassenpatienten in OÖ laut SPÖ im Schnitt auf einen MRT-Termin warten. Die Partei verweist auf eine aktuelle Erhebung im Auftrag der Sozialversicherungsträger. Österreichweit sei die durchschnittliche Wartezeit dagegen von 28 auf 20 Tage gesunken.
Damit werde in OÖ auch das Vertragsziel von 20 Tagen verfehlt, kritisiert Gesundheitssprecher Peter Binder. Er warnt vor Folgen für Betroffene: "Wer so lange auf einen Termin warten muss, bekommt die Diagnose später und somit die Behandlung später. Das darf nicht sein."
Zusätzliche Termine wären nach Darstellung der SPÖ durchaus möglich: Es gebe Ärzte, die weitere Kapazitäten für Kassenpatienten schaffen würden, aber keinen Kassenvertrag bekämen. Im Bezirk Schärding sei das Ansuchen eines Arztes für sein MR-Institut nicht berücksichtigt worden.
Auch in Freistadt würden bestehende Möglichkeiten ignoriert, wirft die Partei der ÖGK vor. "Hier gibt es einen Arzt, der bereit ist, zusätzliche Kapazitäten für Kassenpatientinnen und -patienten zu schaffen, und er wird abgewiesen", sagt Binder.
Er kritisiert, dass stattdessen auf zusätzliche Geräte in Krankenhäusern gewartet werde: "Gleichzeitig beklagt man lange Wartezeiten. Das passt nicht zusammen." Auch zwischen Privat- und Kassenpatienten gebe es einen deutlichen Unterschied, beklagt der Politiker: "Wer privat zahlt, bekommt im Schnitt in fünf Tagen einen Termin. Wer nur die E-Card hat, wartet in Oberösterreich 30 Tage."
Binder fordert deshalb Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) auf, sich bei der ÖGK für eine stärkere Nutzung bestehender niedergelassener Institute einzusetzen. Das würde aus Sicht der SPÖ Patienten helfen und Steuerzahler weniger kosten. Der Politiker warnt: "Wenn dann noch eine Operation notwendig wird, verzögert sich die Wartezeit damit nochmal mehr."