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"Springt nicht an": Hier spart Bevölkerung beim Einkauf

Die Wirtschaft kommt nur langsam in die Gänge. Eine Studie der Linzer Kepler Universität enthüllt jetzt, wie sehr die Bevölkerung nach wie vor spart.
Oberösterreich Heute
11.10.2026, 16:01
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Eine besonders schlimme Folge der hohen Teuerung: Die Zahl der eröffneten Privatkonkurse hat sich laut KSV in den ersten neun Monaten in Oberösterreich deutlich erhöht. Das unrühmliche Plus verglichen mit der Vorjahresperiode: 15 Prozent auf insgesamt 1.121 Verfahren.

Bei den vorläufigen Passiva, also Schulden, zeigt sich ein Anstieg von 27,9 Prozent auf rund 156 Millionen Euro (Stichtag: 9. September). Das bedeutet ein durchschnittliches Ausmaß von etwa 139.000 Euro pro Schuldner.

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Der Geldmangel schlägt sich auch beim Einkauf nieder: Die regelmäßig durchgeführte Analyse der Linzer Uni (rund 1.000 Befragte) zeigt für das dritte Quartal keine merkliche Besserung der Konsumstimmung. Günstigere Produkte und Aktionsartikel spielen weiter eine zentrale Rolle.

Die Konsumenten bewerten die wirtschaftliche Lage aktuell mit minus 19 Prozentpunkten etwas besser als im zweiten Quartal (minus 22 Punkte). Im ersten Vierteljahr machte der Wert aber nur minus 17 Punkte aus). Ein Aufwärtstrend lässt sich daher aktuell nicht ableiten.

Griff nach Günstigem

Derzeit greift mehr als jeder zweite Kunde (54 Prozent) im Einzelhandel vermehrt zu günstigeren Produkten im Einzelhandel. Der Wert hat sich im vergangenen halben Jahr nicht verändert. Das trifft auch auf einen weiteren Parameter zu: 73 Prozent der Österreicher achten verstärkt auf Aktionen im Einzelhandel.

Gespart wird vor allem beim Einkauf von Waren des Mittel- und Langfristbedarfs: Fast ein Drittel (32 Prozent) gibt weniger für Bekleidung, Schuhe, Sportartikel etc. aus. Bei Elektrogeräten, Möbeln sowie Bau- und Heimwerkerbedarf trifft das sogar auf 40 Prozent zu. Hier zeigt sich ebenfalls keine Entspannung im Vergleich zum April 2026.

"Von einer nachhaltigen Trendwende im Konsum kann derzeit noch keine Rede sein", so das Resümee von Forscher Ernst Gittenberger vom Institut für Handel, Absatz und Marketing. Die Hoffnungen würden einmal mehr auf dem umsatzstarken vierten Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft liegen.

„Für eine nachhaltige Konsumwende braucht es aber mehr als Weihnachten – es braucht wieder Zuversicht.“
Christoph TellerInstitutsvorstand

Solange die Konsumbereitschaft nicht zurückkehrt, werde eine nachhaltige Erholung schwierig, betont Institutsvorstand Christoph Teller. "Für eine nachhaltige Konsumwende braucht es aber mehr als Weihnachten – es braucht wieder Zuversicht."

red,Akt. 11.10.2026, 16:08, 11.10.2026, 16:01