Ein neues Rennrad um 3.570 Euro sollte einem Kärntner sportliche Freude bereiten. Doch schon nach wenigen Ausfahrten zeigten sich Mängel. Es folgten erfolglose Reparaturversuche, eine Rückrufaktion und monatelanger Frust. Erst mit Unterstützung der Arbeiterkammer Kärnten bekam der Mann sein Geld zurück.
Im Juli 2025 hatte sich der Radsportler seinen Traum erfüllt und ein Rennrad mit besonderem Design gekauft. Doch die Freude währte nur kurz: Schon nach wenigen Ausfahrten entdeckte er deutliche Verarbeitungsfehler und Lackschäden. Der Händler tauschte zunächst den Rahmen aus. Doch auch beim Ersatzteil traten bald wieder Kratzer und sogar Risse im Bereich der Sattelklemme auf.
Zusätzlich machte eine Sicherheits-Rückrufaktion der Vordergabel dem Kärntner einen Strich durch die Rechnung. Sein teures Rennrad konnte er deshalb monatelang überhaupt nicht nutzen. Als der Händler schließlich nur noch Ersatzrahmen in völlig anderen Farben anbot, hatte der Mann genug. Schließlich war das spezielle Design ein wesentlicher Grund für seine Kaufentscheidung gewesen.
Nach fast neun Monaten voller Ärger und erfolgloser Nachbesserungsversuche wandte sich der Kärntner an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten.
Mit Unterstützung der AK-Expertin Valentina Konatschnig berief sich der Kunde gegenüber dem Händler auf das Verbrauchergewährleistungsgesetz. Wenn mehrere Nachbesserungsversuche scheitern und keine vertragsgemäße Lösung angeboten wird, kann unter bestimmten Voraussetzungen der Vertrag aufgelöst werden.
"Ein Kunde, der über 3.500 Euro ausgibt, darf zu Recht ein einwandfreies Produkt erwarten. Wenn Nachbesserungen scheitern und sich Risse im Rahmen bilden, geht es nicht mehr nur um Ästhetik, sondern um die Sicherheit", erklärt Konatschnig laut "5 Minuten".
Die Intervention zeigte Wirkung: Das Unternehmen lenkte ein und erstattete dem Kärntner den gesamten Kaufpreis von 3.570 Euro zurück. Auch AK-Präsident Günther Goach betont: "Verbraucherinnen und Verbraucher müssen Mängel nicht einfach hinnehmen, unsere Expertinnen und Experten setzen sich kostenlos für ihr Recht ein."