Die Hitze-Debatte an Wiens Schulen wird immer heißer. Wie "Heute" berichtete, wurden in manchen Klassenzimmern zuletzt Temperaturen von über 30 Grad gemessen. Vereinzelt wird sogar von 39 Grad in den Klassenzimmern berichtet. Schüler und Lehrer klagen über stickige Räume, Kreislaufprobleme und Unterricht unter Extrembedingungen.
Für FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp ist die Lage untragbar. Besonders kritisiert er, dass mobile Klimageräte und Ventilatoren an Wiener Schulen aus brandschutzrechtlichen Gründen nicht einfach eingesetzt werden dürfen. Von der MA56 heißt es dazu: "Mobile Klimageräte etwa erzeugen eine zusätzliche Brandlast, können Fluchtwege einschränken, ihr Betrieb erfordert eine Abluftführung über geöffnete Fenster, was im laufenden Unterricht nicht umsetzbar ist, und sie verursachen einen Lärmpegel, der den Schulbetrieb beeinträchtigen kann."
„Der Schutz der Kinder muss hier klar vor bürokratischen Auflagen gehen“Dominik NeppFPÖ-Chef Wien
"Es ist völlig inakzeptabel, dass Schüler und Lehrer bei Temperaturen wie in einer Sauna unterrichten und lernen müssen, während sich die Stadt Wien hinter Bürokratie und Vorschriften versteckt. Der Schutz der Kinder muss hier klar vor bürokratischen Auflagen gehen. Wenn Kinder bei über 30 Grad im Klassenzimmer sitzen, ist das kein normaler Schulbetrieb mehr, sondern eine unzumutbare Belastung", so der Freiheitliche.
Nepp fordert nun eine breite Klimaanlagen- und Fernkälte-Offensive für Schulen, Kindergärten, Spitäler, Pflegeheime, Öffis und Amtsgebäude. Auch Förderungen für private Wohnungen sollen kommen.
"Die Ludwig-SPÖ verschläft den Ausbau der Fernkälte und moderner Kühlinfrastruktur. Fernkälte und moderne Klimaanlagen sind kein Luxus, sondern ein wirksamer Schutz für Kinder, ältere Menschen und Kranke. Wien muss endlich handeln, statt ideologische Scheuklappen aufzusetzen", appelliert Nepp.
Auch einfache Maßnahmen wie Ventilatoren, Beschattung und Nachtlüftung müssten rasch ermöglicht werden. "Es kann nicht sein, dass Schulleiter zunächst Anträge stellen müssen, um Fenster über Nacht geöffnet zu lassen" kritisiert der FPÖ-Obmann.