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Bis zu 39 Grad! Lehrer schlagen wegen Hitze Alarm

Laut einer Erhebung der Personalvertretung der Pflichtschullehrer gingen seit Montag mehr als 350 Temperaturmeldungen aus Wiener Schulen ein.
Wien Heute
24.06.2026, 13:17
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Temperaturen wie in einer Sauna, stickige Klassenräume und kaum Abkühlung: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass in manchen Klassenzimmern bereits bis zu 39 Grad gemessen wurden. Nun werden Sofortmaßnahmen gefordert.

Die Hitzewelle bringt Wiens Schulen an ihre Grenzen. Laut einer Erhebung der Personalvertretung der Pflichtschullehrer gingen seit Montag mehr als 350 Temperaturmeldungen aus Wiener Schulen ein. Die Ergebnisse sind alarmierend: In einzelnen Klassenräumen wurden Temperaturen von bis zu 39 Grad gemessen.

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Belastung schon in der Früh enorm

"Momentan ist es so, dass wir kaum Werte unter 30 Grad haben", schilderte Personalvertreterin Melanie Rössler (FSG) im Interview mit Radio Wien. "Bei manchen wurden sogar Temperaturen von 39 Grad gemessen."

Betroffen seien sowohl Schulen in den Innenbezirken als auch Standorte in den Außenbezirken. Schon in den Morgenstunden sei die Belastung enorm. "Und man darf nicht vergessen, man sitzt da teilweise zu dreißigst in einem Klassenraum. Das macht ja dann noch einmal ein bisschen mehr Hitze", so Rössler.

Beschattung fehlt oft

Zusätzlich verschärft wird die Situation durch fehlende Beschattung. Für Aufregung sorgt ein Vorfall an der Mittelschule Glasergasse in Wien-Alsergrund. Dort sollen laut einer Lehrerin am Dienstag ohne Vorankündigung Vorhänge im Schulgebäude entfernt worden sein. Gerade Beschattungsmöglichkeiten seien jedoch entscheidend, um die Temperaturen in den Klassenräumen erträglicher zu halten.

Die Personalvertretung verlangt nun kurzfristige Entlastungen. Als Möglichkeit wird eine Verkürzung des Unterrichts mit Zustimmung der Eltern ins Spiel gebracht. Zudem brauche es gesetzliche Änderungen, damit Schulen in Extremsituationen flexibler reagieren können. Eine Diskussion über kürzere Sommerferien sei angesichts der aktuellen Situation hingegen fehl am Platz, heißt es von der Lehrervertretung.

Langfristige Investitionen notwendig

Neben Sofortmaßnahmen seien auch langfristige Investitionen notwendig. Die immer früher einsetzenden Hitzewellen würden zeigen, dass Schulen besser auf hohe Temperaturen vorbereitet werden müssten. "Das müssten jetzt langfristige Projekte sein, die müssten aber spätestens jetzt beginnen", sagte Rössler. Experten sollten nun rasch Lösungen für Beschattung, Kühlung und die bauliche Anpassung der Schulgebäude erarbeiten.

An einzelnen Standorten werden bereits Maßnahmen gesetzt. So können Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kundmanngasse in Wien-Landstraße laut einem Medienbericht am Donnerstag und Freitag bereits um 12 Uhr abgeholt werden – noch bevor die größte Mittagshitze einsetzt.

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