Kein Ticket, keine Schranke

3,90 € pro 45 Minuten in neuer Hightech-Parkgarage

Neue Technik ersetzt Schranken: In Klagenfurt startet eine Parkgarage ohne Ticket. Was Autofahrer jetzt zahlen und wie das System funktioniert.
Digital  Heute
21.04.2026, 18:34
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Mitten im Zentrum von Klagenfurt wird das Parken neu organisiert. In der Tiefgarage am Heiligengeistplatz gibt es seit Jänner ein System ohne Schranken und ohne Tickets. Betreiber ist die Alpina Parking GmbH aus Wien, die die Anlage zum Jahreswechsel übernommen hat. Insgesamt stehen dort 286 Stellplätze auf vier Ebenen zur Verfügung. Schranken gibt es keinen, dafür einige Besonderheiten und einen vergleichsweise hohen Preis.

Beim Einfahren wird das Kennzeichen deines Autos automatisch erfasst. Ein Ticket musst du nicht mehr ziehen. Nach dem Abstellen gehst du wie gewohnt zum Automaten, gibst dein Kennzeichen ein und bezahlst mit Karte oder über das Handy per QR-Code. Laut Betreiber kann die offene Rechnung sogar noch bis zu 48 Stunden nach dem Parken beglichen werden. Eine eigene App ist dafür nicht notwendig.

Alpina Parking etabliert 2026 die erste schrankenlose Parkgarage in der Innenstadt von Klagenfurt.
Alpina Parking

Bis zu 46,80 Euro – pro Tag

Die Preise? Für 45 Minuten werden 3,90 Euro fällig. Der Tageshöchstsatz liegt bei 46,80 Euro. Wer regelmäßig dort parkt, kann einen Dauervertrag abschließen. Im Jahresmodell kostet das monatlich 142 Euro. Wer flexibler bleiben will, zahlt 150 Euro pro Monat. Für die Nacht gibt es eine Pauschale von 5 Euro, gültig zwischen 19 und 7 Uhr. Die Garage liegt an einem besonders stark genutzten Punkt der Stadt.

Der Heiligengeistplatz ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Von dort bist du in wenigen Schritten in der Altstadt, beim Rathaus oder beim Landhaus. Die Einfahrt befindet sich am Villacher Ring, unter dem Schillerpark. Die Garage gehört zum Gebäudekomplex "The Holly", einem umgebauten ehemaligen Kaufhaus mit Geschäften, Büros, Arztpraxen und einem Fitnesscenter. Der Betreiber erklärt, man habe sich bewusst für diesen Standort entschieden.

Neu ist auch die Nutzung über Apps

CEO Maximilian Bichlmaier sagt: "Diese Lage macht den Standort besonders attraktiv für Stadtbesucher sowie für Beschäftigte von Rathaus und Landesregierung." Gleichzeitig wolle man mit dem System den Verkehr in der Innenstadt verringern und den Ablauf für Nutzer einfacher machen. Neu ist auch die Nutzung über Apps. Neben einer eigenen Anwendung können Autofahrer erstmals auch mit einer zweiten Park-App zahlen.

Beide sollen laut Betreiber zu gleichen Konditionen funktionieren. Wer die digitale Abrechnung nutzt, kann den Bezahlvorgang komplett automatisch abwickeln lassen. Ganz fertig ist das Projekt noch nicht. Weitere Arbeiten sind bereits angekündigt. Die Garage soll neu gestaltet werden, mit frischen Markierungen und zusätzlichen Sicherheitskameras. Geplant sind auch klar gekennzeichnete Stellplätze für Familien, Senioren und Menschen mit Behinderung.

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