"Nächster Halt: Hitzeschlag". Mit diesen Worten macht der Wiener Landtags- und Gemeinderatsabgeordnete Klemens Resch (FPÖ) Druck auf die Wiener Linien. Für einen Hitzetest begab er sich in eine nicht-klimatisierte 1er-Bim. 39 Grad zeigte das Thermometer zunächst, etwas später dann: 43 Grad Umgebungstemperatur.
Der Politiker kritisiert die "mobile Sauna". Es sei absolut unzumutbar. Er fordert eine Klimaoffensive. "Alle öffentlichen Verkehrsmittel müssen sofort klimatisiert werden", sagt er in seinem YouTube-Video. Rund 40 Prozent der Wiener Straßenbahnen fahren ohne Klimaanlage durch die Stadt. Bei den U-Bahnen sind es etwa 30 Prozent, rechnet der Freiheitliche.
Tatsächlich schneiden die Straßenbahnen im Öffi-Vergleich am schlechtesten ab. Hier sind nur knapp 60 Prozent (306 Straßenbahn-Züge von insgesamt 507) klimatisiert. Noch vor zehn Jahren waren allerdings nur 40 Prozent aller U-Bahnen und Bim-Linien mit einer Klimaanlage ausgestattet, erklärten die Wiener Linien kürzlich im Rahmen eines Pressegesprächs.
Insgesamt würden bereits rund 80 Prozent der Wiener Öffis über eine Klimaanlage verfügen. Die Busse und die U6 sind bereits zu 100 Prozent klimatisiert. Werden alle U-Bahn-Linien als Grundlage herangezogen, sind von 163 U-Bahn-Zügen schon 114 im Sommer gekühlt unterwegs – also knapp 70 Prozent. Seit 25 Jahren schaffen die Wiener Linien außerdem nur noch Fahrzeuge mit einer Klimaanlage an.