Jüngster Bursch erst 13

46 Straftaten! Wiener Polizei fasst Jugendbande

Mehrere Jugendliche sollen zwischen September und Mitte Oktober 46 Straftaten verübt haben. Nun konnte ihnen das Handwerk gelegt werden.
28.10.2026, 13:15
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Derzeit laufen gegen mehrere Jugendliche und einen Strafunmündigen umfangreiche Ermittlungen. Sie stehen im Verdacht von September bis Mitte Oktober zahlreiche Einbrüche in Geschäftslokale im Großraum Wien durchgeführt zu haben.

Bei drei von ihnen handelt es sich um Syrer im Alter von 15 Jahren. Ein weiterer Verdächtiger ist ein 13-jähriger Österreicher. Die vier Burschen wurden am 18. Oktober nach Einbrüchen in fünf Geschäftslokale auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten zwei weitere Tatverdächtige ermittelt werden. Bei ihnen handelt es sich um einen Slowaken und einen Syrer (beide 16 Jahre alt).

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Weitere Ermittlungen

Die Burschen zeigten sich in den Vernehmungen großteils geständig. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll die Gruppe für rund 46 Straftaten verantwortlich sein. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass sie auch bei bislang noch ungeklärten Straftaten ihre Finger im Spiel hatte.

Derzeit werde überprüft, ob den Verdächtigen auch Einbrüche im Bereich des Nordbahnviertels zugeordnet werden können. Hier laufen die Ermittlungen weiter, hieß es seitens der Polizei.

"Kein flächendeckendes Problem"

Laut den Beamten würden gerade Einbruchs- und Diebstahlserien zeigen, dass Jugendkriminalität "kein flächendeckendes Problem einer bestimmten Altersgruppe" sei. Ein wesentlicher Teil der Straftaten würde sich auf eine kleine Gruppe "hochgradig delinquenter Kinder und Jugendlicher" konzentrieren.

Die Wiener Polizei lege daher einen Schwerpunkt darauf, "derartige Deliktserien frühzeitig zu erkennen, Zusammenhänge zwischen einzelnen Straftaten herzustellen und weitere Tatverdächtige auszuforschen". Seit März 2024 würden gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität stattfinden. Dabei stünden "Schwerpunktaktionen, Mehrfach- und Intensivtäter, neu entstehende Deliktsserien sowie auffällige Gruppen im öffentlichen Raum im Fokus".

Konsequentes Vorgehen

Man reagiere hier "lageorientiert mit uniformierten und zivilen Kräften" und passe "die Maßnahmen laufend an die Entwicklung in den Bezirken an". Als Maßnahmen wurden seitens der Polizei Ermittlungen, Normverdeutlichungsgespräche, koordinierte Intervention bei Intensivtätern, erkennungsdienstliche Behandlungen sowie die Zusammenarbeit mit Schulen, Sozialarbeit und der Wiener Kinder- und Jugendhilfe genannt.

Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan betonte, dass man "rigoros und konsequent" gegen Jugendkriminalität vorgehe. Für die Polizei habe der Schutz von Personen und Eigentum "oberste Priorität".

red, 28.10.2026, 13:15
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