Scherben am ganzen Graben

"Immer passiert was": Schock nach Rammbock-Coup in Wien

Schock mitten in der Wiener City! In den frühen Morgenstunden schlug eine Rammbockbande beim bekannten Juwelier Köck am Graben zu.
28.10.2026, 08:34
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Die Rammbockbande ist wieder aktiv! Am Mittwoch, kurz vor 5 Uhr früh, kam die erste Meldung. Mitten im Herzen Wiens, direkt am Graben neben der Pestsäule, schlugen Täter mit einem PS-starken Lexus zu. Ihr Ziel: der bekannte Juwelier Köck.

Der Graben gleicht derzeit einem Schlachtfeld. Überall liegen Glasscherben, die Trümmer sind fast bis auf die andere Seite des Platzes verstreut. Mitarbeiter versuchen mit Handschuhen die Fläche vor dem Geschäft zu säubern. "Vor lauter Scherbenhaufen können die kaum gehen", berichtet unsere Reporterin direkt vom Tatort.

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Promi-Juwelier mitten in der City getroffen

Das Tatfahrzeug wurde inzwischen abgeschleppt. Fahrzeuge der Spurensicherung stehen am Graben, die Ermittler sichern die Spuren des spektakulären Einbruchs. Das Ziel der Täter war der Juwelier Köck, er zählt zu den bekanntesten und renommiertesten Adressen Wiens.

Passanten gehen vorbei, bleiben stehen, fragen, was geschehen ist und gehen schockiert weiter. Eine Frau, die hier wohnt: "Ständig passiert hier etwas! Auch mein Porsche wurde in der Nähe gestohlen."

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Bande schlug neunmal in Wien zu

Der Schock über den neuerlichen Rammbock-Coup ist groß. Denn eigentlich galt die berüchtigte Bande bereits 2024 als zerschlagen. Nach jahrelangen Ermittlungen waren mehrere Täter gefasst und zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Zwei Jahre lang waren Kriminalisten einer serbischen Tätergruppe auf den Fersen. Insgesamt neun Einbrüche konnten ihr zugeordnet werden. Dabei gingen die Männer besonders dreist und zugleich gut vorbereitet vor.

Zunächst reisten sie nach Wien, beobachteten ihre ausgesuchten Geschäfte und planten ihre Angriffe. Erst kurz vor den Einbrüchen stahlen sie Fahrzeuge in der Umgebung. Diese verwendeten sie anschließend, um in die Geschäfte einzudringen oder nach der Tat zu flüchten.

Die eigentlichen Coups dauerten oft nur wenige Augenblicke. Spätestens nach zwei Minuten waren die Geschäfte geplündert und die Täter verschwunden.

Manche Geschäfte traf es sogar mehrmals. Darunter waren ein Fachgeschäft für hochwertige Kameras in Neubau und eine Luxus-Boutique in der Wiener Innenstadt.

Bei einem Coup erbeuteten sie 150.000 Euro

Besonders schwer traf es einen Juwelier in der Brigittenau. Dort erbeutete die Bande bei einem einzigen Einbruch Waren im Wert von rund 150.000 Euro. Es war der letzte bekannte Coup der damaligen Serie.

ym, Akt. 28.10.2026, 08:40, 28.10.2026, 08:34
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