Österreichs Frauen-Nationalteam hat bei der A-WM in Esbjerg vor 628 Zuschauerinnen und Zuschauern auch das zweite Spiel verloren, dem Nachbarland Deutschland aber bis in die Schlussminute einen beherzten Kampf geliefert. Katarina Jobst-Smith entschied die Partie mit beiden Toren zum 2:0 (28., 59./EN). Überragende Spielerin bei Österreich war Torfrau Selma Luggin, die 48 von 49 Schüssen parierte.
An der Bande vertrat Co-Trainerin Rachel Flanagan den erkrankten Teamchef Alexander Bröms.
Deutschland bestimmte zu Beginn das Geschehen, Österreich tat sich im Spielaufbau noch schwer. In der zehnten Minute versuchte es Lisa Schröfl erstmals, ihr Schuss hatte aber zu wenig Wucht. Mit zunehmender Spieldauer fand das Team besser in die Partie: Nach einem Powerplay hatte Theresa Schafzahl eine vielversprechende Möglichkeit auf halbrechts, zielte aber zu ungenau (18.).
Im Mitteldrittel erhöhte Deutschland den Druck, doch die ÖEHV-Auswahl stemmte sich mit viel Einsatz dagegen. In der 27. Minute rettete Luggin, die bei den Sabres St. Pölten im Tor steht, noch mit einer tollen Parade, eine Minute später war sie aber machtlos: Jobst-Smith verwertete die Vorarbeit von Lilli Welcke und Carina Strobel zum 1:0 (28.). Kapitänin Anna Meixner und ihre Teamkolleginnen steckten nicht zurück und blieben bis zur zweiten Pause in Schlagdistanz.
Mit nur einem Tor Rückstand kämpfte das rot-weiß-rote Team im Schlussdrittel um den Ausgleich, überstand deutsche Druckphasen und die erste Unterzahl (48.). Im Finish setzte Flanagan alles auf eine Karte und brachte für Luggin eine sechste Feldspielerin. Kurz darauf fiel durch Jobst-Smith das 2:0 ins leere Tor (59.).
Rachel Flanagan, Co-Trainerin des ÖEHV: "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und darauf, wie sie sich bis zum Schluss gegen die Niederlage gestemmt hat. Natürlich sind unsere Spielerinnen enttäuscht, denn es war ein Spiel, in dem wir uns sehr viel ausgerechnet hatten."
Marja Linzbichler, ÖEHV-Stürmerin: "Ich glaube, dass wir in den ersten beiden Dritteln deutlich besser hätten spielen können. Wir waren zu verspielt, wodurch die Deutschen viel Momentum bekommen haben. Am Ende hat es einfach nicht gereicht."
Für Österreich geht es am Montag (19:00 Uhr, live in ORF SPORT +) gegen Olympiasieger und Titelverteidiger USA weiter.