Das wäre ein echter Paukenschlag im Ski-Weltcup gewesen! Henrik Kristoffersen (32) hat im Sommer ernsthaft über einen Nationenwechsel nach Österreich nachgedacht. Der norwegische Ski-Star wollte künftig für den ÖSV an den Start gehen. Doch daraus wird vorerst nichts.
Grund für die Wechselgedanken waren die anhaltenden Streitigkeiten zwischen dem zweifachen Weltmeister und dem norwegischen Skiverband. Kristoffersen soll sogar Anwälte eingeschaltet haben, um einen Wechsel nach Österreich zu ermöglichen.
Der 32-Jährige lebt bereits seit rund zehn Jahren mit seiner Familie in Salzburg. Dennoch hätte er für einen Start unter rot-weiß-roter Flagge die österreichische Staatsbürgerschaft benötigt.
Genau daran scheiterte der Plan. Während Norwegen eine Doppelstaatsbürgerschaft grundsätzlich erlaubt, hätte Kristoffersen für den österreichischen Pass seine norwegische Staatsbürgerschaft aufgeben müssen.
"Ich habe versucht herauszufinden, ob es möglich wäre, beides zu vereinbaren", erklärte der Technik-Spezialist im Podcast "Intervjuet". Eine Lösung konnte allerdings nicht gefunden werden.
Hintergrund des Streits mit dem norwegischen Verband war unter anderem die umstrittene Helmsponsor-Regel. Die Athleten mussten lange Zeit den Sponsor des Verbandes auf ihren Helmen präsentieren, eigene Partner waren nicht erlaubt.
Auch Lucas Pinheiro Braathen hatte sich deshalb 2023 von Norwegen abgewandt und wechselte später zu Brasilien. Mittlerweile wurde die Regel zwar abgeschafft, für Kristoffersen kommt ein Wechsel zum ÖSV vorerst dennoch nicht infrage.
Damit wird der zweifache Weltmeister auch in der kommenden Weltcup-Saison für Norwegen auf Medaillen- und Titeljagd gehen.