"Wird künftig ruhiger"

Nach Schummeleien! Regelrevolution im Skispringen fix

Die Anzugsdebatte im Skispringen soll durch eine neue Regel, die die FIS eingeführt hat, zur Ruhe kommen.
06.11.2026, 05:45
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Revolution im Skispringen! Kurz vor dem Weltcup-Auftakt in Lillehammer sorgt eine neue Regel des Weltverbandes FIS für Aufsehen. Künftig dürfen die Athleten während der gesamten Wintersaison nur noch vier Wettkampfanzüge verwenden. Damit soll für mehr Chancengleichheit und Nachhaltigkeit gesorgt werden.

Bisher konnten die Skispringer ihre Anzüge nahezu beliebig oft wechseln. Besonders die großen Nationen nutzten diese Möglichkeit aus und setzten teilweise eine zweistellige Anzahl an Anzügen pro Saison ein. Die besten Modelle wurden häufig für die Vierschanzentournee oder große Titelkämpfe aufgehoben.

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Damit ist jetzt Schluss! Im Winter dürfen nur noch vier Anzüge plombiert werden, beim Sommer-Grand-Prix sind es sogar nur zwei. Pro Wettkampfwochenende dürfen maximal zwei Anzüge verwendet werden. Zudem müssen die Springer in der Qualifikation und im Wettkampf dasselbe Modell tragen.

Hintergrund der Änderung sind die hohen Kosten und der Materialverschleiß. Ein Wettkampfanzug kostet mehrere hundert Euro und verliert durch die Belastung mit der Zeit an Steifigkeit. Kleinere Nationen konnten sich bislang deutlich weniger Modelle leisten als die großen Skisprung-Teams.

Beim ÖSV nimmt man die Neuerung gelassen. "Für uns wird es künftig ruhiger", erklärte Materialexperte Balthasar Schneider. Durch die Begrenzung fällt künftig auch weniger Arbeit an der Nähmaschine an.

Auch die österreichischen Springer sehen der Änderung entspannt entgegen. "Wir hatten auch vorher nur drei, vier Anzüge pro Saison", erklärte Jonas Schuster. Teamkollege Stephan Embacher sieht ebenfalls kein Problem: "Die Situation ist für alle gleich, da mache ich mir keine Gedanken." Erstmals im Weltcup kommt die neue Regel beim Saisonauftakt am 20. November in Lillehammer zum Einsatz.

red, 06.11.2026, 05:45
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