Die sieben Wiener Ordensspitäler haben ihre Leistungszahlen für 2025 präsentiert – und die können sich sehen lassen. Insgesamt wurden mehr als 480.000 Patientinnen und Patienten betreut. Damit versorgen die Häuser rund drei von zehn stationären Patienten in Wien.
Konkret wurden im Vorjahr 120.341 Menschen stationär aufgenommen und 359.980 ambulant behandelt. Besonders auffällig: Der ambulante Bereich wächst stark, während die stationären Zahlen stabil bleiben. Auch bei Eingriffen liefern die Ordensspitäler ab: 58.924 Operationen wurden durchgeführt, dazu kamen 11.590 Akut-Rettungszufahrten.
Bei einem Pressegespräch in Wien fand der Sprecher der Wiener Ordensspitäler, Heinrich Resch, klare Worte: "Wir sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Wien." Die Häuser seien ein verlässlicher Partner der Stadt – mit einer besonderen Struktur aus privater Trägerschaft und gemeinnützigem Auftrag.
Hinter den Zahlen stehen über 5.507 Mitarbeiter aus rund 70 Nationen (Stichtag: 31.12. 2025), davon 73 Prozent Frauen. Im vergangenen Jahr befanden sich zudem 274 Personen in fachärztlicher Ausbildung, 112 Personen in Ausbildung zum Allgemeinmediziner und 326 Personen absolvierten ein klinisch-praktisches Jahr.
Auch finanziell gibt es Rückenwind: Im Gemeinderat wurde Ende März einstimmig die Förderung der Wiener Ordensspitäler für das Jahr 2025 im Rahmen der Endabrechnung von 131,7 Millionen Euro auf 160 Millionen Euro erhöht.
Für das Jahr 2026 wurde eine Förderung in Höhe von 174 Millionen Euro genehmigt. Es sei ein besonderes Zeichen der Wertschätzung, "dass alle Fraktionen geschlossen die Wiener Ordensspitäler als wichtige Säule des Wiener Gesundheitswesens schätzen", meinte Resch dazu.
Im Gegenzug zu den erhöhten Förderungen müssen die Ordensspitäler allerdings die Quoten von Gastpatienten aus anderen Bundesländern auf das Niveau von 2019 (17 Prozent des Gesamtaufkommens) senken. Laut Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) umfasst dies alle planbare Operationen, die in wohnortnahen Spitälern im eigenen Heimatbundesland ebenso problemlos durchgeführt werden können.
Man sei den Vorgaben der Stadt Wien verpflichtet und halte sich daran, so David Pötz, Geschäftsführer der Vinzenz Kliniken Wien. Eine bundesländerübergreifende Gesundheitsplanung und Finanzierung wäre allerdings sinnvoller, waren sich die Spitalsvertreter einig.
In Wien gibt es derzeit sieben Wiener Ordensspitäler: das KH der Barmherzigen Brüder, das Franziskus Spital und die Spitäler der Vinzenz Kliniken Wien (Herz-Jesu KH, KH der Barmherzigen Schwestern Wien, Orthopädisches Spital Speising, St. Josef KH und Göttlicher Heiland). Die personelle Lage hätte sich zuletzt entspannt, der Druck bleibe dennoch hoch, Effizienzsteigerungen seien weiterhin notwendig.