Die Wiener Linien schicken demnächst zehn neue batteriebetriebene E-Busse auf die Linie 57A. Die Fahrzeuge pendeln künftig von Rudolfsheim bis in die Innenstadt – und ersetzen die bisherigen Dieselbusse. Für die Fahrgäste bedeutet das: weniger Lärm, mehr Komfort und saubere Luft.
Mit der Umstellung sind bereits 13 Buslinien in Wien auf emissionsfreie Antriebe unterwegs. Das entspricht schon einem Viertel aller Buslinien der Wiener Linien.
Schon jetzt sind rund 80 Prozent der Fahrgäste in Wien elektrisch unterwegs – dank U-Bahn, Straßenbahn und moderner E-Busse. Seit 2024 läuft die große Bus-Offensive: Zahlreiche Linien wurden bereits erfolgreich umgestellt. Jetzt folgt ab 20 April mit dem 57A der nächste Schritt.
"Wir investieren massiv in den weiteren Ausbau der umweltfreundlichen Öffis: 2025 wurden mit den Linien 12 und 27 gleich 2 neue Straßenbahnlinien eröffnet, die Linie 18 folgt mit Herbst 2026. Schon jetzt sind mehr als 80 Prozent der Wiener Fahrgäste emissionslos mit U-Bahn, Straßenbahn und E-Bussen unterwegs. Mit dem 57A haben wir bereits ein Viertel unserer gesamten Buslinien auf emissionslose Antriebe umgestellt", sagt Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Damit die neuen Busse nonstop rollen können, wurden in der Anschützgasse zwei Schnellladestationen errichtet. Dort tanken die Fahrzeuge nach jeder Runde rund zehn Minuten lang frische Energie – mit satten 300 kW Ladeleistung. Über Nacht geht’s dann in die Remise Rudolfsheim. Dort warten vier weitere Ladestationen, die die Fahrzeuge für den nächsten Einsatztag komplett aufladen.
Monika Unterholzner, stv. Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, erklärt: "Unser Ziel ist klar: Wien bis 2040 klimaneutral zu machen. Dafür treiben wir große Infrastrukturprojekte wie den Ausbau der U-Bahn als größtes Klimaschutzprojekt unseres Konzerns ebenso voran wie den Ausbau erneuerbarer Energie durch neue Windparks. Gleichzeitig setzen wir viele konkrete Maßnahmen im Alltag – etwa die Umstellung von Buslinien."
Zum Einsatz kommen moderne Mercedes e-Citaro-Busse. Sie bieten denselben Komfort wie die alten Dieselmodelle – sind aber deutlich leiser. Für die Lenker*innen bleibt fast alles beim Alten. Schalter und Bedienelemente sind wie gewohnt angeordnet. Eine Wärmepumpe sorgt dafür, dass die Klimaanlage besonders energiesparend arbeitet.
Gudrun Senk, Geschäftsführerin der Wiener Linien für den technischen Bereich, sagt: "Mit leistungsstarken 300-kW-Schnellladestationen an der Endhaltestelle sowie einer modernen Ladeinfrastruktur in der Remise Rudolfsheim schaffen wir die technischen Voraussetzungen für einen robusten, emissionsfreien Betrieb mit genug Power für den ganzen Tag."