Nächster Spinnen-Schreck! Nachdem bereits mehrere Taranteln in Wien-Donaustadt für Aufsehen gesorgt hatten, meldete sich nun ein weiterer "Heute"-Leser mit einer ungewöhnlichen Begegnung. Anfang November entdeckte er beim Joggen im Bezirk Korneuburg (NÖ) eine auffällig große Spinne.
"Mich hat es auch kurz geschockt, weil sie wirklich sehr groß war", erklärt der Niederösterreicher. Seiner Schätzung nach maß der Achtbeiner stolze fünf bis sechs Zentimeter.
Erst kürzlich berichtete "Heute" über die zunehmenden Tarantel-Sichtungen in Österreich. Seit Anfang September wurden auf der Plattform naturbeobachtung.at mehr als 200 Beobachtungen gemeldet, 175 davon konnten von Experten bestätigt werden. Besonders häufig wurden die Tiere in der Steiermark (66), Niederösterreich (49) und im Burgenland (43) gesichtet.
"Besonders spannend ist eine sehr weit nord-westliche Sichtung der Südrussischen Tarantel aus Tulln, Niederösterreich. Außergewöhnlich ist dieser Fund insofern, als aus der gesamten dortigen Region, dem Tullnerfeld, Korneuburg, etc. bislang noch keine einzige Meldung eingegangen ist", sagt Carolina Trcka-Rojas, Expertin beim Naturschutzbund Österreich.
Gerade im Herbst sind die großen Achtbeiner besonders aktiv. Während die Männchen auf Partnersuche gehen, suchen die Weibchen nach geeigneten Winterquartieren. Dabei verirren sich die Tiere immer wieder in Gärten, Garagen oder Wohnhäuser.
Die Südrussische Tarantel zählt mit einer Körperlänge von bis zu vier Zentimetern zu den größten Spinnen Mitteleuropas. Trotz ihres furchteinflößenden Aussehens gibt der Naturschutzbund Entwarnung: Sowohl die Südrussische als auch die Schwarzbäuchige Tarantel gelten für Menschen als ungefährlich.
Wer eine solche Spinne entdeckt, sollte sie möglichst in Ruhe lassen. Sichtungen können außerdem über die Plattform naturbeobachtung.at gemeldet werden.