Die Frage, wer den österreichischen Pass bekommen soll, sorgt derzeit für heftige Debatten. Auslöser war unter anderem eine Aussage von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der sich am Nationalfeiertag für einen leichteren Zugang zur Staatsbürgerschaft für in Österreich geborene Kinder aussprach.
Grünen-Politikerin Alma Zadić bezeichnete die geltenden Regeln als "vollkommen überholt". Ganz anders sieht das Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP): "Mit mir als Bundeskanzler wird es keine Entwertung der österreichischen Staatsbürgerschaft geben", stellte er gegenüber "Heute" klar.
Auch Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) lehnt Lockerungen ab und warnt vor einer möglichen "Magnetwirkung" auf Zuwanderer. Zusätzlichen Zündstoff liefert die Petition "Ein Pass, der passt!", die einfachere Einbürgerungen fordert.
Frauenrechte, Demokratie, Nationalsozialismus, EU und Steuergeld: Wer die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten will, muss nicht nur im Land geboren sein, sondern auch sein Wissen über das Land unter Beweis stellen.
Wer die österreichische Staatsbürgerschaft beantragt, muss in der Regel Kenntnisse über die demokratische Grundordnung, die Geschichte Österreichs und das jeweilige Bundesland nachweisen. Die offizielle Staatsbürgerschaftsprüfung umfasst 18 Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten. Dabei können auch mehrere Antworten richtig sein. Einige Beispielfragen kannst du jetzt hier beantworten.
Redaktioneller Hinweis: Für den "Heute"-Wissenstest wurden 15 Fragen aus dem offiziellen Online-Übungstest zur Staatsbürgerschaft ausgewählt und redaktionell auf drei Antwortmöglichkeiten mit jeweils einer richtigen Lösung angepasst.
Die Themen sind besonders aktuell: Gleichberechtigung, Menschenrechte, Demokratie, staatliche Macht und Europas Rolle im Alltag.