Maßnahme angekündigt

Kosten für Pass und Co. – das kommt auf Österreicher zu

Reisepässe, Personalausweise, Führerschein usw. sollen kommendes Jahr wohl nicht teurer werden. Die Bundesgebühren werden eingefroren.
24.10.2026, 21:57
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In Zeiten der Teuerung ist es für viele Österreicher wohl eine gute Nachricht: Die für Reisepässe Personalausweise, Führerscheine, Zulassungsscheine und vieles mehr anfallenden Bundesgebühren sollen 2027 nicht erhöht werden.

Gegenüber der "Krone" sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), dass die Inflationsanpassung für das kommende Jahr ausgesetzt werden soll. Dies bringe den Österreichern – gegenüber einer vollen Valorisierung – eine Entlastung von 25 Millionen Euro, hieß es in dem Bericht.

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Kosten für Vignette und Klimaticket steigen

Neben den bereits erwähnten Dokumenten fallen auch Strafregisterbescheinigungen und das Ausstellen von Patenten unter diese Gebührenbremse. Ausgenommen sind allerdings das Klimaticket oder etwa die Autobahnvignette. Diese sollen allerdings unter der Inflation erhöht werden (zwei anstatt 3,6 Prozent).

Somit soll die Jahresvignette künftig 108,90 Euro kosten (früher 106,80 Euro). Das Klimaticket gibt es um 1428 Euro (früher 1400 Euro). Kauft man die Vignette vor dem 1. Jänner 2027 bzw. ein Klimaticket mit dem Gültigkeitsbeginn bis 31. Dezember gelten allerdings noch die alten Preise.

Erhebliche Erhöhungen 2025

Wie bei allem bleibt auch hier allerdings ein großes Aber. Der Grund dafür ist die starke Gebührenanhebung im Zuge des Sparbudgets 2025. Zuvor seien die meisten Bundesgebühren nämlich jahrelang nicht erhöht worden – teils seit 2011 nicht mehr. Daraus habe sich dann eine Inflationsanpassung von 48,2 ergeben.

Heißt: Kosten für Reisepässe wurden von 76 auf 112 Euro erhöht. Bei Personalausweisen gab es einen Anstieg von 62 auf 91 Euro. Führerscheine wurden um 29 Euro teurer (von 61 auf 90 Euro) und bei Zulassungsscheinen muss man 178 statt 120 Euro berappen. Weniger ins Gewicht fiel der Gebührenanstieg bei Eheschließungen (von 50 auf 74 Euro).

Minister von Maßnahme überzeugt

Marterbauer ist davon überzeugt, dass die Maßnahme zur Dämpfung der Inflation beitragen werde. Das Einfrieren der Bundesgebühren sei ein weiterer Schritt, um die Lebenshaltungskosten der Bürger zu senken.

Im Vorjahr wurden hierzulande 168.437 Führerscheine ausgestellt, wie aus Zahlen der Statistik Austria hervorgeht. Des Weiteren werden pro Jahr durchschnittlich 750.000 Reisepässe. Bei Zulassungsscheinen sind es gar 1,4 Millionen, wenn man Neuausstellungen und Ummeldungen berücksichtigt.

red, 24.10.2026, 21:57