In der Salzburger Gemeinde Scheffau sorgte die sogenannte "Nacht des Fuchses" für Diskussionen. Während Jäger ihre Jagdstrecke präsentierten, kam es in unmittelbarer Nähe zu einer Demonstration von Tierschützern. Der sonst ruhige Tennengauer Tourismusort wurde damit erneut Schauplatz eines Konflikts zwischen Jagd und Jagdgegnern.
Auf einem Feld wurden die erlegten Tiere öffentlich ausgelegt. Nach Angaben der Tierschützer handelte es sich um rund 50 Füchse sowie mehr als ein Dutzend Marder (siehe Foto ganz oben). Kritiker empfinden diese Form der Präsentation als verstörend. Die Jägerschaft verweist darauf, dass es sich um eine übliche Praxis nach der Jagd handelt.
Zeitgleich versammelten sich Tierschützer zu einer Kundgebung. Laut Bericht skandierten sie Parolen wie "Tiere haben Rechte, Jagd ist Mord" sowie "Jäger raus, raus aus unsren Wäldern". Die Demonstration verlief laut Angaben ohne Zwischenfälle.
Die Polizei begleitete den Einsatz und sicherte den Bereich rund um das Gasthaus, in dem sich die Jäger nach der Veranstaltung aufhielten. Das Verhalten der Beamten wird im Bericht ausdrücklich als ruhig und professionell beschrieben.
Inhaltlich richtet sich der Protest gegen die Begründungen für die Fuchsjagd. Tierschützer verweisen darauf, dass Österreich seit 2008 offiziell als tollwutfrei gilt und Infektionen mit dem Fuchsbandwurm selten sind.