Apple hat diese Woche einen neuen Mac Mini mit M6- und M5-Pro-Prozessor sowie einen Mac Studio mit M5-Max- und M5-Ultra-Prozessor angekündigt. Ab dem 22. September sollen die Geräte ausgeliefert werden. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein reines Chip-Update - doch wer genauer hinschaut, findet interessante Neuerungen.
Der M6 ist Apples erster Chip, der in einem 2-Nanometer-Verfahren hergestellt wird. Das Unternehmen spricht vom "schnellsten CPU-Kern der Welt". Der M5 Ultra besteht aus zwei eng verbundenen M5-Max-Chips und soll 3,9-mal schnellere KI-Performance liefern.
Doch abseits der Chips steckt mehr dahinter, wie es bei "Macwelt" heißt. Die SSDs nutzen den neuen PCIe-Gen-6-Standard und sind bis zu doppelt so schnell wie bei den Vorgängern. Da die Speicherleistung oft zum Engpass wird, dürfte das einen deutlichen Unterschied machen.
Der Mac Mini kommt nun standardmäßig mit einem 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschluss statt des bisherigen Gigabit-Ports. Die Option für 10 Gigabit bleibt erhalten. Beide Systeme unterstützen jetzt Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 – ein Upgrade gegenüber Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 der Vorgänger.
Wer mehrere Bildschirme nutzt, profitiert von höheren Bildwiederholraten. Bei drei 4K-Displays sind jetzt bis zu 165 Hz möglich – beim Vorgänger waren es nur 60 Hz.
Neu ist auch die Genlock-Unterstützung über USB-C für die Synchronisierung von Videoaufnahmen mit mehreren Kameras.
Eine technische Besonderheit beim M6: Er besitzt zwei Neural Engines mit je 16 Kernen für KI-Berechnungen. Die Preise starten bei 1.049 Euro – früher begann der Mac Mini bei rund 700 Euro.