Geht’s noch?

64 statt 48 Teams! Infantino treibt XXL-WM voran

64 Teams statt 48? Gianni Infantino treibt die nächste WM-Revolution voran. Jürgen Klopp und Europas Fußball-Bosse laufen gegen die Pläne Sturm.
Sport Heute
13.07.2026, 08:51
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Kaum ist die erste Fußball-WM mit 48 Mannschaften Geschichte, bringt FIFA-Präsident Gianni Infantino bereits die nächste Revolution ins Spiel. Künftig könnten sogar 64 Nationalteams um den Titel kämpfen. Für den designierten deutschen Bundestrainer Jürgen Klopp wäre das ein Albtraum.

XXL-WM 2030

Schon vor Monaten hatte Klopp den Vorschlag deutlich kritisiert. "Ich wollte gar nicht erst darüber nachdenken", sagte er gegenüber The Athletic. "Ich habe es nur gesehen und dachte: Oh nein."

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Infantino erklärte nun im Interview mit blue Sport, eine weitere Aufstockung werde nach der WM "in den Gremien diskutiert". Hinter der Idee steckt aber wohl mehr als nur Sport. Mehr Teilnehmer bedeuten mehr Spiele, höhere TV-Einnahmen und zusätzliche Startplätze. Das stärkt Infantinos Position bei den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden – auch mit Blick auf seine Wiederwahl 2027.

Die Idee einer 64er-WM gibt es schon länger. CONMEBOL-Präsident Alejandro Domínguez hatte vorgeschlagen, das Teilnehmerfeld für die Jubiläums-WM 2030 zu erweitern. Das Turnier findet in Spanien, Portugal und Marokko statt, dazu sollen Argentinien, Uruguay und Paraguay jeweils ein Eröffnungsspiel austragen.

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Infantino übt sich in Humor

Mit 64 Teams würde die WM auf 128 Spiele anwachsen – statt der bereits rekordverdächtigen 104 Partien. Das Turnier dürfte mehr als sechs Wochen dauern und den ohnehin engen Fußballkalender weiter belasten. Immerhin würde die komplizierte Wertung der besten Gruppendritten wegfallen, weil wieder die besten zwei Teams jeder Gruppe aufsteigen würden.

Die Kritik ist deutlich. DFB-Präsident Bernd Neuendorf bezeichnete den Vorschlag als "sportlich und organisatorisch nicht umsetzbar". UEFA-Boss Aleksander Ceferin warnte vor einer Entwertung der WM-Qualifikation. "Das Turnier wäre zu lang, die Qualifikation bedeutungslos."

Infantino hält dagegen. "Jede Nation soll davon träumen dürfen, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein", sagte der FIFA-Präsident. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er zuletzt: "Vielleicht qualifiziert sich Italien bei 64 Teams. Oder wir gehen gleich auf 208 Mannschaften." Ob Jürgen Klopp darüber lachen kann, ist allerdings fraglich.

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