Alexander Sorloth wird nach dem bitteren WM-Aus Norwegens gegen England zur Zielscheibe von Hass im Netz. Der Stürmer von Atletico Madrid erhält nach einer vergebenen Großchance im Viertelfinale sogar Morddrohungen. Seine Freundin Lena Selnes machte die erschütternden Nachrichten nun öffentlich.
Norwegen hatte gegen die "Three Lions" bereits mit 1:0 geführt, als Sorloth kurz vor der Pause die große Chance auf das 2:0 vergab. Vor sich hatte der 30-Jährige nur noch einen Gegenspieler. Statt den völlig freistehenden Erling Haaland in Szene zu setzen, versuchte Sorloth selbst den Abschluss. Er verdribbelte sich, sein Schuss wurde schließlich abgeblockt.
Besonders bitter: Sorloth musste während des gesamten Turniers auf einer ungewohnten Position spielen. Der gelernte Mittelstürmer und Linksfuß wurde von Teamchef Stale Solbakken fast ausschließlich am rechten Flügel eingesetzt. Dort konnte der Atletico-Profi seine Stärken nur selten ausspielen. Ausgerechnet von dieser Position unterlief ihm gegen England die folgenschwere Fehlentscheidung.
Die vergebene Großchance sollte sich nämlich rächen. Keine drei Minuten später glich Jude Bellingham für England aus. In der Verlängerung erzielte der Star von Real Madrid auch noch den Siegtreffer und schoss die "Three Lions" ins WM-Halbfinale. Für Norwegen platzte damit der Traum vom erstmaligen Einzug unter die letzten vier.
Nach dem Schlusspfiff entlud sich der Frust vieler Fans in den sozialen Medien. Zahlreiche Nutzer machten Sorloth zum Sündenbock für das Ausscheiden. Die Nachrichten gingen dabei weit über Kritik hinaus. "Du wirst umgebracht", schrieb ein User. Ein anderer wünschte dem norwegischen Nationalspieler, dass er Selbstmord begehe.
Sorloths Freundin Lena Selnes veröffentlichte daraufhin einen Screenshot der Hassnachrichten in ihrer Instagram-Story. "Die Weltmeisterschaft und der Fußball bringen viel Freude, aber auch viel Hass. Eigentlich möchte ich dem keine Beachtung schenken, aber nach solchen Kommentaren muss ich es tun", schrieb sie. Mit der Veröffentlichung wollte sie aufzeigen, welchen Anfeindungen Fußballprofis nach sportlichen Rückschlägen ausgesetzt sind.