Gerade auf dem morgendlichen Schulweg ist besondere Vorsicht geboten. Da Kinder vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind, müssen alle Verkehrsteilnehmer:innen besonders gut im Straßenverkehr auf sie Acht geben.
Kinder haben aufgrund ihrer Körpergröße keinen umfassenden Überblick über das Verkehrsgeschehen und können die Verkehrssituation noch nicht richtig wahrnehmen und einschätzen.
Daher ist es für die Erziehungsberechtigten wichtig, einen sicheren Schulweg zu wählen und gemeinsam zu üben. Grundsätzlich gilt: Je öfter Kinder zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs sind, desto besser. Sie bekommen Routine und werden selbstständig.
Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) präsentieren wir sieben Tipps, wie du den Schulweg deiner Kinder besonders sicher gestalten kannst.
Wichtig ist, dass der Schulweg nicht der schnellste, sondern der sicherste Weg ist. Dafür eignen sich Strecken mit wenig Verkehr und wenigen, dafür sicheren Querungen.
Erziehungsberechtigte sollten den Schulweg gemeinsam mit den Kindern entdecken und mehrmals abgehen. Nehmt euch dafür ausreichend Zeit.
Kurze, prägnante Merksätze kann man sich schnell merken und sie geben Sicherheit. Zum Beispiel: "Bei Rot stehen, bei Grün schauen und gehen".
Besonders Kinder sollten so angezogen sein, dass sie anderen Verkehrsteilnehmer:innen auffallen. Das gelingt mit heller Kleidung und reflektierenden Materialien an Taschen, Schuhen oder Gewand.
Beim Schutzweg oder bei Ampeln ist es von größter Bedeutung, dass die Fahrbahn frei ist oder alle Fahrzeuge angehalten haben. Erst dann kann die Straße überquert werden. Dabei sollen die Kinder direkten Blickkontakt mit den Fahrer:innen halten, um sicher zu gehen, dass sie gesehen werden.
Ausreichend Schlaf und rechtzeitiges Aufstehen sind wichtig, damit das Kind genug Zeit für Anziehen und Frühstücken hat und gestärkt in den Tag starten kann.
Erziehungsberechtigten wird empfohlen, den Verkehr aus der Kinderperspektive zu erleben bzw. zu erklären: Dabei geht man an den Gefahrenstellen in die Hocke und erklärt diese den Kindern aus ihrem Blickwinkel.
Weitere Informationen über die Sicherheit am Schulweg, sowie hilfreiche Tipps zu Verkehrssicherheit und richtigem Verhalten findest du hier: verkehrssicherheit.gv.at
Wichtige Tipps für erwachsene Verkehrsteilnehmer:innen im Umgang mit Kindern:
– Finger weg vom Handy: Smartphones lenken ab und können die Reaktionszeit massiv beeinträchtigen. Das kann zu folgenschweren Unfällen führen.
– Allzeit bremsbereit fahren: Kinder können, besonders in jungen Jahren, die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge unterschätzen und sind sich der Gefahr einer Straße nicht bewusst. Daher sollten Erwachsene ihr Fahrzeug jederzeit zum Stehen bringen können.
– Niemals Stress beim Fahren: Wer rast, bringt nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr. Denn bei einer gehetzten Fahrt kann man sich weniger gut auf seine Umgebung konzentrieren.
– Blickkontakt halten: Um sicherzugehen, dass ein Kind einen sieht und Acht gibt, sollte man direkten Blickkontakt herstellen.
Weitere Informationen über die Sicherheit am Schulweg, sowie hilfreiche Tipps zu Verkehrssicherheit und richtigem Verhalten findest du hier: verkehrssicherheit.gv.at