Heftige Ausschreitungen

779 Festnahmen! Neue Welle der Gewalt in Frankreich

Bei Ausschreitungen in Frankreich wurden 159 Sicherheitskräfte verletzt und 779 Menschen festgenommen.
01.11.2026, 17:20
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779 Festnahmen, 159 verletzte Sicherheitskräfte und Hunderte Brände: In Frankreich ist die Lage bei den landesweiten Protesten und in der Halloween-Nacht erneut eskaliert. Das Innenministerium veröffentlichte am Sonntag eine Bilanz der Ausschreitungen.

Demnach mussten Einsatzkräfte insgesamt 515 Brände bekämpfen. Zudem wurden 36 Geschäfte beschädigt, in drei Fällen kam es zu Plünderungen.

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Heftige Angriffe auf Polizei

Um weitere Ausschreitungen zu verhindern, hatten die Behörden Demonstrationen in bestimmten Bereichen untersagt. Die Gerichte bestätigten diese Verbote weitgehend. Erlaubte Protestmärsche wurden unter Polizeischutz auf Routen außerhalb der Stadtzentren abgehalten.

Nach dem Ende der Kundgebungen versuchten laut Innenministerium mehrere Gruppen, in die Innenstädte vorzudringen. Dabei sollen sie massiv gegen Sicherheitskräfte vorgegangen sein. Die Behörden sehen die Verantwortung dafür teilweise bei linksextremen Gruppen.

Generalstreik steht bevor

Die Beteiligung an den Demonstrationen geht unterdessen zurück. Rund 320.000 Menschen gingen landesweit auf die Straße. Das entspricht einem Rückgang von 22 Prozent gegenüber der Vorwoche. Verglichen mit dem 17. Oktober waren es sogar 42 Prozent weniger.

Trotzdem sind bereits weitere Aktionen geplant. Schüler und Studenten wollen am Dienstag Schulen und Universitäten blockieren, vereinzelt könnte es schon am Montag zu Blockaden kommen.

Für Donnerstag haben Gewerkschaften einen Generalstreik angekündigt. Am Freitag will sich die Gelbwesten-Bewegung mit weiteren Protesten anschließen, bevor am Samstag erneut landesweite Demonstrationen stattfinden sollen. Es wäre bereits das vierte Protestwochenende hintereinander.

red, 01.11.2026, 17:20