Die Lage im Nahen Osten spitzt sich erneut zu! US-Präsident Donald Trump (80) bringt weitere Militärschläge gegen den Iran ins Spiel. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, telefonierte er am Samstag mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (77).
Im Hintergrund laufen offenbar bereits Vorbereitungen für mögliche neue Bombardierungen. Eine endgültige Entscheidung über Angriffe soll allerdings noch nicht gefallen sein.
Besonders brisant: In Israel herrscht nach der Parlamentswahl politischer Stillstand. Weder das Lager von Netanyahu noch seine Gegner verfügen über eine klare Mehrheit. Nun warnt Oppositionspolitiker Yair Golan eindringlich davor, dass sich der Langzeit-Premier in einen weiteren Krieg flüchten könnte, um seine Macht zu sichern.
Israels Sicherheit dürfe nicht zum Werkzeug für Netanyahus "politisches Überleben" werden, erklärte Golan am Sonntag auf X. Er fordert die rasche Bildung einer alternativen Regierung.
Auch Trump selbst gießt Öl ins Feuer. Bei einem Auftritt auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida sprach er offen über mögliche neue Angriffe auf iranische Atomanlagen. "Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen", erklärte der US-Präsident vor Journalisten.
Dabei nannte Trump ausdrücklich den sogenannten "Pickaxe Mountain" in der iranischen Provinz Isfahan. Unter dem Berg wird ein geheimer Atomkomplex vermutet. Teheran bestreitet entsprechende Aktivitäten.
Die Drohungen aus Washington bleiben im Iran nicht unbeantwortet. Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei warnte vor weiteren Angriffen und stellte eine "sofortige, wirkungsvolle und geografisch uneingeschränkte Antwort" in Aussicht.
Die Sorge vor einer erneuten Eskalation ist groß: Schon länger wird darüber spekuliert, dass die USA und Israel nach den amerikanischen Zwischenwahlen am 3. November weitere Militärschläge durchführen könnten. Noch ist aber nichts entschieden. US-Außenminister Marco Rubio betonte zuletzt, Trump bevorzuge weiterhin eine diplomatische Lösung. Auch der Präsident selbst erklärte, die Gespräche mit dem Iran liefen grundsätzlich gut. Gleichzeitig bezeichnete er Teheran als "nicht sehr zuverlässig".