8 Tierbabys ausgesetzt in Wien gefunden - 3 schon tot!

©Tierquartier Wien
Was ist denn nur los? In insgesamt fünf Wiener Bezirken wurden vergangene Woche sieben kranke Hundewelpen und ein kleines Kätzchen gefunden. 

Acht kranke und viel zu kleine Tierbabys wurden im Laufe der letzten Woche in insgesamt fünf Wiener Gemeindebezirken gefunden. Zwei wurden in einem Gebüsch in Favoriten gefunden, zwei Welpen plus ein kleines Kätzchen auf einem Firmengelände in Simmering, ein kleines Hundebaby bei der U6 Station "Neue Donau", ein Welpe auf einer Wiese im 23. Bezirk und der süße Zwerg vom Titelbild wurde in einem Park in Währing entdeckt. 

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Drei der Welpen verstarben - die anderen müssen kämpfen

Allesamt viel zu jung, ungeimpft und teilweise mit der tückischen Krankheit "Parvovirose" infiziert. Man muss eigentlich nur eins und eins zusammenzählen um die Herkunft der armen Hundekinder zu erahnen. Wohl wieder Welpen aus dem Osten, die "g'schwind" auf Hinterhöfen oder aus Kofferräumen verkauft werden. Man geht mittlerweile schon davon aus, dass die Verkäufer sich selbst der Tierbabys entledigten, weil sie in dem erbärmlichen Zustand wohl keine große Summe mehr erzielen würden. Drei der gefunden Hundebabys haben die Strapazen und die Krankheit nicht überlebt und starben in den Armen der Tierpfleger auf der Vetmeduni Wien. 

"Kaufen Sie bitte keine Tiere aus dem Ausland – damit unterstützen Sie den illegalen Handel mit Welpen und so gut wie immer Tierquälerei“, so die Bitte von Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTiers in Wien.

So schlimm wie noch nie! 

Seit Beginn der Pandemie haben die Suchanfragen nach Welpen um 120 Prozentzugenommen. Die Anzahl der aufgrund einer Parvovirose-Erkrankung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien behandelten Hundewelpen ist im gleichen Zeitraum um 40 Prozent gestiegen.

"Ich will eine Hund, jetzt!" 

Der Mensch möchte JETZT ein Tier (denn jetzt hat er ja Zeit) und nicht darauf warten, bis ein seriöser Wurf seitens eines österreichischen Züchters zur Welt kommt, oder der kleine Kerl legal und gesund mit vier Monaten über die Grenze kommen darf. „Die armen Vierbeiner sind vermutlich Opfer des skrupellosen Tierhandels, der seit Corona immer schlimmere Ausmaße annimmt. Wer einen Hund oder eine Katze aus dem Internet bestellt oder von dubiosen HändlerInnen kauft, ist mitschuldig daran, dass dieses schmutzige Geschäft auf Kosten der Tiere so erfolgreich läuft – und dass die Tiere so leiden müssen wie die acht aufgefunden Welpen“, betont Eva Persy, Wiener Tierschutzombudsfrau.

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