Jahrelang arbeitete sie am Aufstieg der Fitnesskette HappyFit mit – jetzt steht die ehemalige Mitarbeiterin im Mittelpunkt von Ermittlungen. Das Unternehmen mit Sitz in Steyr wirft der Frau vor, rund 800.000 Euro aus der Firmenkasse abgezweigt zu haben.
HappyFit brachte diese Woche Anzeige gegen die frühere Mitarbeiterin ein. Die Staatsanwaltschaft Steyr ermittelt wegen des Verdachts der Veruntreuung. Am Dienstag nahm die Polizei die Beschuldigte fest, bestätigt Staatsanwalt Andreas Pechatschek gegenüber den "OÖN".
Die Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Linz gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft beantragt. Ob diese verhängt wird, muss ein Haftrichter entscheiden. Für die Frau gilt die Unschuldsvermutung.
Bereits im Juni hatte sich die Fitnesskette überraschend von ihrer langjährigen Beschäftigten getrennt. Schon damals kursierten laut Bericht Gerüchte über mögliche finanzielle Unregelmäßigkeiten. Nun beschäftigen die Vorwürfe die Ermittler.
Die Beschuldigte hatte den Ausbau des 2008 gegründeten Unternehmens mit vorangetrieben. Die Kette zählt rund 33.000 aktive Mitglieder und beschäftigt 130 Mitarbeiter. Mit ihren Studios in Ober- und Niederösterreich erwirtschaftete sie zuletzt etwa 17 Millionen Euro Umsatz.