"Ich habe gestern einen Spaziergang um die Hamburger Alster gemacht und es fand ein Sport-Event statt", erklärt der deutsche Friseur Dejan Garz in einem Instagram-Beitrag. "Dabei ist mir leider wieder aufgefallen, dass 90 Prozent mit der falschen Frisur joggen." Gemeint ist der klassische Pferdeschwanz – die wohl beliebteste Art, die Haare beim Sport aus dem Gesicht zu halten.
Garz erklärt, warum das zum Problem werden kann: Beim Laufen schlagen die offenen Haarlängen immer wieder auf den Rücken und reiben aneinander. Das führt zu ständiger Reibung – und die sorgt für Spliss, Haarbruch und trockene Spitzen. Auch Mercedes Greull, Friseurin aus Zürich, bestätigt das gegenüber "20 Minuten".
"Mechanische Einflüsse wie Reibung sind tatsächlich ein großer Einfluss, wenn es ums Thema Haarschädigung geht." Sie sagt aber auch: "Ein paar Läufe machen nicht gleich die ganze Mähne kaputt, aber: Ob ein Pferdeschwanz, der beim Laufen hin- und herschwingt und dazu noch auf Textilien oder der Haut reibt, oder auch offene Haare, die über Nacht am Kopfpolster scheuern – auf Dauer tut das den Haaren nicht gut."
Was kannst du besser machen? Garz empfiehlt in seinem Instagram-Posting Alternativen, die deine Haare beim Sport besser schützen: Ein Dutt, Frisuren mit Haarklammer oder sogenannte Space-Buns halten die Haarlängen zusammen und vermeiden unnötige Reibung.
Auch Greull hat einen Tipp: "Egal bei welcher Sportart, am besten immer einen eng anliegenden Zopf flechten, eindrehen und wegstecken. Dann sind die Haare geschützt." Beim Haargummi solltest du aufpassen: "Haarklammern, Scrunchies oder die spiralförmigen Gummis sind super. Harte Varianten, vor allem mit Metallteilen, können hingegen Haarbruch verursachen."
Im Sommer bist du lieber im Schwimmbad als auf der Laufstrecke? Auch hier gibt's einen Trick: "Vorher die Haare ordentlich nass machen, Conditioner einarbeiten und wieder ausspülen. So sind die Haare schon mit Wasser und Pflegestoffen vollgesogen und nehmen weniger Chlorwasser auf", rät Greull. Wer mag, kann die feuchten Haare vor dem Sprung ins Wasser zusätzlich flechten.
"Am Ende sollte man – egal ob nach dem Schwimmen oder anderem Sport – die Haare trotzdem noch einmal gründlich auswaschen." Laut Greull braucht es dazu nicht jedes Mal Shampoo. "Wasser, um den Schweiß auszuspülen, und ein pflegender Conditioner lohnen sich aber auf jeden Fall, denn Schweiß trocknet aus."