Schutz für Riesensepien

90 Tage Badeverbot – Traumstrände sperren Meer ab

An einem beliebten Touristengebiet in Australien darf 90 Tage lang keiner mehr schwimmen. Der Grund: Eine Tintenfischart braucht Ruhe.
Digital  Heute
04.07.2026, 15:36
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Im Küstenabschnitt vor den südaustralischen Städten Whyalla und Port Augusta sind Freizeitaktivitäten im Wasser ab sofort stark eingeschränkt. Seit dem 1. Juli ist es dort für 90 Tage untersagt, zu schwimmen, zu schnorcheln oder zu tauchen. Auch Boote dürfen in diesem Gebiet nicht mehr ankern.

Im Fokus der Maßnahme steht die Riesensepia, eine farbenprächtige Tintenfischart. Sie nutzt das Gebiet im Upper Spencer Gulf traditionell, um sich zu paaren und ihre Eier abzulegen.

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Wie "Chip" berichtet, haben aktuelle Zählungen in dieser Saison deutlich weniger Tiere ergeben. Laut Umweltministerin Emily Bourke finde in der Zone vor allem die Eiablage statt. Deshalb müsse die Belastung durch den Menschen so gering wie möglich sein.

Hohe Geldstrafen bei Verstößen

Wer die ausgewiesene Schutzzone trotzdem betritt oder sie für Freizeitaktivitäten nutzt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Laut australischem Ministerium können Bußgelder von bis zu 100.000 australischen Dollar (circa 60.600 Euro) verhängt werden.

Während der Paarung verändern die Tiere ständig ihre Farbe. Das Erlebnis soll dem Schwimmen über ein Feld von Discokugeln gleichen. Dieses Naturereignis wird unter dem Namen "Cuttlefest" bekannt gemacht und zieht normalerweise zahlreiche Touristen an.

Die Riesensepia ist die größte bekannte Vertreterin der Sepien-Gruppe. Ein Tier kann bis zu elf Kilogramm wiegen und etwa 50 Zentimeter lang werden.

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