"Lebe am Existenzminimum"

9.000 Euro für Pflege: Wienerin verzweifelt an Rechnung

Eine Wienerin (55) ist aufgrund ihres Behindertengrades stark eingeschränkt – nun sorgte die Rechnung der Übergangspflege für Schock.
25.10.2026, 19:18
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Böse Überraschung für eine Wienerin! "Heute"-Leserin Mona* (55, Name von der Redaktion geändert*) soll zu einem längeren Pflegeaufenthalt geraten worden sein. Die 55-Jährige leidet an mehreren Autoimmunerkrankungen, darunter MS und Rheuma. Der Frau sei zudem versichert worden, dass sie dafür nur einen geringen Betrag selbst bezahlen müsse. Doch nach dem Aufenthalt flatterte ihr eine Rechnung über satte 9.000 Euro ins Haus.

Die finanzielle Situation der Wienerin war ohnehin schon vorher angespannt gewesen.Die horrende Rechnung ist eine Hiobsbotschaft für sie. "Ich lebe am Existenzminimum und habe noch dazu drei Hunde", erklärt Mona. Wie die Betroffene gegenüber "Heute" schildert, befand sie sich für 90 Tage in einer Übergangspflege, die über den Fonds Soziales Wien (FSW) organisiert worden ist.

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Ein Mitarbeiter habe ihr zuvor erklärt, dass sie nur einen minimalen Kostenbeitrag leisten müsse. Die Frau ging deshalb davon aus, dass der Großteil der Kosten übernommen werde. Umso größer war die Überraschung, als sie schließlich eine Rechnung über rund 9.000 Euro erhielt. "Ich habe absolut keine Ahnung wie ich das alles begleichen soll", so die verzweifelte Wienerin im "Heute"-Talk.

Das sagt Fonds Soziales

Der Fonds Soziales Wien (FSW) erklärt gegenüber "Heute", dass die Übergangspflege für Menschen gedacht ist, die nach einem Spitalsaufenthalt oder einer schweren Erkrankung noch nicht nach Hause zurückkehren können. Sie werden vorübergehend in einem Pflegewohnhaus betreut – maximal 92 Tage lang. Ziel sei es, die Selbstständigkeit und Mobilität der Betroffenen so weit zu verbessern, dass sie wieder nach Hause oder in eine andere Einrichtung wechseln können.

Bis zu 80 Prozent des Nettoeinkommens werden für die Pflegekosten herangezogen. Dazu kommt nahezu das gesamte Pflegegeld, lediglich das Pflegegeldtaschengeld bleibt erhalten. Bei der Berechnung würden auch Teile der Miete berücksichtigt. Die restlichen Kosten übernimmt der FSW. Betroffene würden vorab umfassend über die finanziellen Belastungen informiert, betont der Fonds. Das sei auch im konkreten Fall geschehen.

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Die offenen Forderungen der betroffenen Wienerin würden sich allerdings nicht nur auf die Übergangspflege beziehen. Darin seien auch Kosten für mobile Pflegedienste enthalten, die sie vor und nach ihrem Aufenthalt genutzt hat.

Der FSW kündigt gleichzeitig auch eine Lösung an: Der Kundenservice werde sich mit der Wienerin in Verbindung setzen, um einen Zahlungsplan zu vereinbaren, der auf ihre finanzielle Situation abgestimmt ist.

Gul, 25.10.2026, 19:18