Am Samstag gegen 18.20 Uhr kam es in einer U3-Garnitur in Fahrtrichtung Ottakring zu dramatischen Szenen. Zwei etwa 40 Jahre alte Männer gerieten aneinander. Was zunächst als verbaler Streit begann, endete laut einem Augenzeugen mit einer Messerattacke. Ein "Heute"-Leser befand sich nur wenige Meter vom Geschehen entfernt und schildert die erschreckenden Momente.
Nach Angaben des Augenzeugen fiel zunächst ein Mann mit roter Jacke auf, der lautstark durch den U-Bahn-Waggon schrie. Ein anderer Fahrgast forderte ihn daraufhin auf, leiser zu sein. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich ein heftiger Wortwechsel, der schließlich in einer körperlichen Auseinandersetzung endete.
Als die Begleiterin des zweiten Mannes versuchte, den Streit zu schlichten, eskalierte die Situation völlig. Der Mann mit der roten Jacke soll plötzlich ein kleines Messer gezogen und die Frau im Bereich des linken Ohrs verletzt haben. Die Frau begann laut dem Augenzeugen zu bluten.
Die Messerattacke sorgte für große Angst unter den Passagieren. Zahlreiche Fahrgäste verließen laut dem "Heute"-Leser fluchtartig die U-Bahn. Der mutmaßliche Angreifer soll zunächst im Waggon geblieben sein und weitere Fahrgäste bedroht und beschimpft haben. "Die Situation war für die anwesenden Passagiere sehr beängstigend", so der Augenzeuge gegenüber "Heute".
Die alarmierte Polizei rückte zum Einsatzort aus und nahm den mutmaßlichen Angreifer laut dem Augenzeugen fest. Auch Rettungskräfte waren vor Ort. Laut einem Sprecher der Berufsrettung wurde die Frau glücklicherweise nur leicht verletzt.
Wie die Wiener Polizei gegenüber "Heute" bestätigt, dürfte es in der U3 im Bereich der Schlachthausgasse zunächst zu einem verbalen Streit zwischen drei Personen gekommen sein. Im Zuge der Auseinandersetzung soll ein 59-jähriger Niederländer plötzlich ein Messer gezogen und damit zugestochen haben.
Eine 42-jährige Frau und ein 50-jähriger Mann erlitten dabei oberflächliche Verletzungen im Gesichts- beziehungsweise Halsbereich. Der mutmaßliche Angreifer wurde von der Polizei vorläufig festgenommen.
Die Wiener Linien mussten aufgrund des Polizeieinsatzes die Station Schlachthausgasse sperren. "Wir appellieren an alle Fahrgäste: Bei gefährlichen Situationen bitte immer sofort die Notsprecheinrichtungen verwenden", heißt es seitens der Wiener Linien.