Laut der Darstellung von Russland hat die Ukraine eine Residenz von Kreml-Chef Wladimir Putin mit 91 Drohnen angegriffen. Beweise hatte Russland keine vorgelegt, dennoch nutzte man den angeblichen Angriff dazu, um den Ton in den Friedensverhandlungen zu verschärfen. Auch den US-Präsidenten Donald Trump hatte man über die mutmaßliche Attacke informiert.
Zunächst zeigte sich dieser "empört und schockiert" über das angebliche Vorgehen der Ukraine. "Es ist eine Sache, offensiv zu sein, weil sie offensiv sind. Es ist eine andere Sache, sein Haus anzugreifen. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um so etwas zu tun", so Trump.
Die Vorwürfe wurden vom russischen Außenminister Sergej Lawrow erhoben – und das nur einen Tag, nachdem sich Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen hatte. Experten widersprachen der Darstellung Moskaus aber und auch die Ukraine beteuerte, dass man die Villa nicht angegriffen hatte.
Dem dürfte nun auch der US-Präsident zustimmen. Wie die "New York Post" berichtet, glaubt Trump, dass der Kreml den angeblichen Angriff dazu nutzt, um von seiner Blockadehaltung in den Friedensgesprächen abzulenken.
"Putins Getöse über einen Angriff zeige, dass Russland selbst dem Frieden im Weg stehe", wird der US-Präsident zitiert. Auch die Central Intelligence Agency (CIA) der USA dürfte die Erzählungen aus Moskau für eine Lüge halten. Laut einem Beamten hätte die Ukraine weder Putin noch eine seiner Residenzen angegriffen.