Wohnungslosigkeit ist nicht immer sichtbar. Besonders Frauen leben häufig in verdeckter Wohnungslosigkeit, ihre Notlage bleibt oft lange unbemerkt. Zwei betreute Wohnhäuser des Wiener Hilfswerks bieten insgesamt 94 Plätze und feiern ihr 25- bzw. 20-jähriges Bestehen.
Frauen, die in verdeckter Wohnungslosigkeit leben, sind für Hilfsorganisationen oft schwer zu erreichen. Laut Fonds Soziales Wien (FSW) waren 2025 mehr als ein Drittel der FSW-Kunden im Bereich Obdach- und Wohnungslosigkeit weiblich. Gezielte Hilfsangebote sind deshalb besonders wichtig.
Die beiden Wohnhäuser bieten Frauen mit psychischen und sozialen Problemen einen geschützten Rahmen. Neben sozialarbeiterischer Betreuung erhalten sie Unterstützung im Wohnalltag und bei gesundheitlichen Fragen. Ziel ist es, den Frauen Stabilität und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
"Das Schöne ist hier, dass man trotz allem für sich alleine sein kann, wenn man das möchte", erzählt die Bewohnerin. Sie lebt bereits seit vielen Jahren im Haus Tivoligasse und wünscht sich zum Jubiläum noch ein doppelt so langes Bestehen der Einrichtung.
„Ohne die großartigen Mitarbeiterinnen wären wir nur Leute, die hier im Haus wohnen“Frau Schulz Bewohnerin des Standorts Tivoligasse
Die Wohnungslosenhilfe des Wiener Hilfswerks besteht bereits seit über 36 Jahren. Neben den beiden Jubiläumshäusern betreibt die Organisation auch das Wohnhaus Hausergasse, Angebote für mobil betreutes Wohnen sowie das Kompetenzzentrum LAB 65 für junge wohnungslose Erwachsene.