Möbel, Kartons und alte Fahrräder statt einer gepflegten Wohnhausanlage: Im Gemeindebau in der Wienerbergstraße (Wien-Meidling) sorgt illegal abgestellter Müll für Unmut. Die Bewohner wünschen sich eine dauerhafte Lösung.
"Es kann nicht sein, dass einige Personen ihren Müll einfach abstellen und die Allgemeinheit die Folgen tragen muss." Mit diesen Worten schildert ein Mieter die Situation in der Wohnhausanlage. Immer wieder würden Sperrmüll und anderer Abfall in der Anlage sowie bei den Müllplätzen zurückgelassen.
Abgestellt werden laut dem Bewohner unter anderem Möbel, Kartons, Fahrräder und diverse Haushaltsgegenstände. Ein Fahrrad stand etwa mindestens zwei Monaten an derselben Stelle. Die Folge: Die Wohnhausanlage wirke ungepflegt, die Müllplätze seien teilweise schon kurz nach einer Reinigung wieder zugestellt.
Besonders ärgerlich sei für die Bewohner, dass sich das Problem trotz wiederholter Meldungen nicht dauerhaft lösen lasse. Kaum sei der Müll entfernt, werde teilweise schon kurze Zeit später neuer Abfall abgestellt. Die Forderung der Mieter ist deshalb klar: Sie wünschen sich regelmäßige Kontrollen und ein konsequentes Vorgehen, das über eine kurzfristige Reinigung hinausgeht.
Auf Anfrage erklärt Wiener Wohnen, dass die Problematik bekannt sei: "Derartige Ablagerungen werden von Wiener Wohnen nicht toleriert und laufend entfernt." Die Zahlen zeigen, wie häufig die Hausverwaltung tätig wird. Allein 2026 seien in der betreffenden Wohnhausanlage bereits 63 Entrümpelungsaufträge in den Außenbereichen durchgeführt worden. Dazu kamen weitere 35 Aufträge in Stiegenhäusern, Kellern und Dachgeschoßen.
Auch die Ordnungsberatung sei regelmäßig vor Ort. Seit Jahresbeginn habe es insgesamt 48 Bestreifungen gegeben. Aktuell werde die Anlage in erhöhter Frequenz, etwa ein- bis zweimal pro Woche, kontrolliert. Zusätzlich informiere Wiener Wohnen die Mieter über die richtige Entsorgung von Sperrmüll. Dafür würden unter anderem Hausaushänge, Informationsmaterialien, Hinweise im Rahmen der Betriebskostenabrechnung und die Hausordnung genutzt. Neue Mieter erhielten entsprechende Informationen bereits bei Vertragsabschluss.
Wiener Wohnen kündigt außerdem an, Hinweisen auf mögliche Verursacher konsequent nachzugehen. Können diese ausfindig gemacht werden, würden ihnen die anfallenden Entsorgungskosten vorgeschrieben.
"Widerrechtliche Ablagerungen kommen in großen Wohnhausanlagen leider immer wieder vor. Wiener Wohnen setzt daher weiterhin auf eine Kombination aus regelmäßigen Kontrollen, konsequenter Entfernung illegaler Ablagerungen, verstärkter Information der Mieter*innen sowie dem konsequenten Verfolgen möglicher Verursacher*innen", heißt es gegenüber "Heute".