Wer in Kärnten Urlaub macht, kann ab 1. November ohne zusätzliches Ticket mit den Öffis fahren. Möglich macht das eine neue Gästekarte, die nahezu im gesamten öffentlichen Verkehrsnetz des Bundeslandes gilt. Nach Salzburg ist Kärnten damit das zweite Bundesland mit einem solchen Angebot.
Die Abwicklung erfolgt digital: Urlauber erhalten bei der Ankunft in ihrer Unterkunft einen Code. Dieser wird in einer App eingegeben und dient anschließend als Fahrschein für Bus und Bahn.
Bezahlt wird das neue Angebot über die Aufenthaltsabgabe. Diese löst die bisherige Ortstaxe ab und steigt von 2,70 auf 4,50 Euro pro Nächtigung. Pro Übernachtung sind 90 Cent für den Mobilitätsbereich vorgesehen.
Für das kommende Jahr geht Tourismus- und Mobilitätsreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP) von rund neun Millionen abgabepflichtigen Nächtigungen aus. Die Einnahmen sollen auch in einen Infrastruktur- und Mobilitätsfonds fließen. Damit können Tourismusverbände etwa neue Radwege oder zusätzliche Verkehrsangebote finanzieren.
Neben den regulären Bus- und Bahnverbindungen umfasst die Gästekarte auch Rufbusse und Sammeltaxis. Diese sogenannten Mikro-ÖV-Angebote sollen laut Schuschnig künftig weiter ausgebaut werden, um auch abgelegenere Urlaubsregionen besser anzubinden.
Die kostenlose Nutzung erstreckt sich auf fast das gesamte öffentliche Verkehrsangebot Kärntens. Mit der S-Bahn können Gäste sogar bis nach Lienz fahren. Nicht enthalten sind hingegen Sonderzüge, Intercity-Busse, Autoschleusen, Fahrradtransporte sowie spezielle Shuttles, darunter die Verbindung auf den Pyramidenkogel.