Wohnen wird "nicht leistbar"

"Abrissbirne" – Junge ÖVP schießt gegen Kredit-Regeln

Für viele Österreicher ist Wohnen im Eigentum längst unleistbar geworden – besonders junge Menschen trifft es hart. Die Junge ÖVP schlägt jetzt Alarm.
Aitor Lopez de Alda
23.06.2025, 21:03
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein eigenes Zuhause? Für viele junge Menschen bleibt das trotz harter Arbeit ein unerreichbarer Traum. Hohe Wohnkosten und die angespannte Wirtschaftslage machen Eigentum für viele unleistbar. Doch laut der Jungen ÖVP liegt das Problem nicht nur am Geld – sondern auch an überstrengen Regeln für Wohnkredite.

"Abrissbirne" für junge Wohnträume

"Wenn wir von jungen Menschen Leistung erwarten, dann muss sie sich auch lohnen", sagt Dominik Berger. Der Generalsekretär hat mit seiner Jungen ÖVP eine Unterschriftenaktion gestartet. Grund dafür ist die sogenannte KIM-Verordnung: Sie legt Regeln für Wohnkredite fest, damit sich niemand übernimmt – etwa mit Vorgaben zur Höhe des Eigenkapitals und zur maximalen Kreditlaufzeit. Die Verordnung soll verhindern, dass sich Haushalte durch Immobilienkredite zu hoch verschulden.

Was ist die KIM-Verordnung?

Die Abkürzung KIM steht für Kreditimmobilienmaßnahmen. Mit der gleichnamigen Verordnung wurden die Regeln für die Vergabe von Wohnkrediten in Österreich festgelegt. In einer Zeit, in der Immobilienpreise explodierten und Kreditzinsen einen Tiefststand erreichten, wurde die KIM-Verordnung daher als Bremse eingerichtet, die Kreditnehmer und Banken gleichermaßen schützen sollte.

Doch laut der Jungen ÖVP sind diese Regeln deutlich zu streng – und machen den Traum vom Eigenheim für viele unerreichbar. "Es ist nicht Aufgabe der Finanzmarktaufsicht zu erziehen, sondern zu vollziehen. Wir fordern ein Umdenken", sagt Berger.

{title && {title} } alda, {title && {title} } 23.06.2025, 21:03
Jetzt E-Paper lesen