Adrian Newey, der als einer der erfolgreichsten Konstrukteure aller Zeiten gilt, übernimmt bei Aston Martin ab der Saison 2026 die Rolle des Teamchefs. Das hat der Rennstall nun offiziell bestätigt.
Damit geht Christian Horner, der lange im Gespräch um den Teamchef-Posten war, leer aus. "Die Änderung auf der Führungsetage ist eine gemeinsame Entscheidung, die wir im Interesse des Teams getroffen haben", erklärte Boss Lawrence Stroll vielsagend.
Der 66-jährige Brite, der im März 2025 bei Aston Martin anheuerte, sollte ursprünglich "nur" das neue Auto für das Jahr 2026 entwickeln – ein Projekt, das durch das neue Reglement besonders viel Innovationsgeist verlangt. Doch hinter den Kulissen wurde bereits länger spekuliert, ob Newey mehr Verantwortung übernehmen könnte.
"Ich freue mich darauf, diese zusätzliche Aufgabe zu übernehmen, während wir uns in die bestmögliche Position bringen, um 2026 anzutreten", erklärte Newey. Das Team stehe vor "erheblichen Herausforderungen" und einer völlig neuen Situation durch die neuen Vorschriften.
Klar ist jetzt auch: Er ersetzt Andy Cowell, der das Team bislang als Chef leitete. Cowell bleibt dem Rennstall erhalten und übernimmt eine strategische Rolle – er wird künftig als "Chefstratege" agieren und sich um technische Partnerschaften und übergeordnete Entwicklungen kümmern.
"Nachdem wir die dringend notwendigen strukturellen Veränderungen im Zuge des Übergangs zu einem Werksteam umgesetzt und die Grundlagen für Adrian und die gesamte Organisation geschaffen haben, ist es für mich an der Zeit, eine neue Rolle als Chefstratege zu übernehmen", so Cowell.
Newey war zuvor unter anderem für Williams, McLaren und Red Bull tätig – und prägte die Königsklasse mit revolutionären Fahrzeugkonzepten. Insgesamt gehen über zehn Konstrukteurstitel auf sein Konto. Sein Wechsel in die Teamleitung ist ein klares Signal: Aston Martin will angreifen.