Im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels sind acht Stirnlappenbasilisken zur Welt gekommen. Diese tropischen Echsen sind sofort nach dem Schlüpfen auf sich allein gestellt und müssen sich in ihrem Lebensraum zurechtfinden und ihr Futter suchen. Im Terrarium des Aquazoos wuselt es also schon richtig und die Besucher können die neugierigen "Fabelwesen" bereits beobachten.
Spätestens seit Harry Potter und dem zweiten Teil hat man zumindest eine "fantastische" Idee eines Basilisken, denn immerhin haust so ein mystisches Tier in der "Kammer des Schreckens". Den Ursprung hat dieses Mischwesen im Mittelmeerraum - ein Tier, das als "König der Schlangen" aus einem Hühnerei schlüpft, nachdem es von einer Kröte ausgebrütet wurde. Sein Blick ist tödlich und seine Reflexion lässt einen zu Stein erstarren.
Selbst in unserer Bundeshauptstadt Wien ranken sich Sagen um das Fabelwesen, denn immerhin soll ein Basilisk im Brunnen der Schönlaterngasse Nummer 7 (Basiliskenhaus) gewohnt haben.
Die Stirnlappenbasilisken stammen ursprünglich aus den Regenwäldern Mittelamerikas. Im Zoo wurden sie unter kontrollierten Bedingungen im Inkubator nachgezüchtet. Dabei braucht es laut Tierpfleger Thomas Bauer viel Feingefühl, denn "Temperatur und Feuchtigkeit müssen über Wochen sehr konstant gehalten werden". Die Eier wurden in ein feuchtes Spezialsubstrat gelegt, das die Feuchtigkeit gut speichert und bei gleichmäßigen 28 Grad das Austrocknen verhindert.