Formel-1-Fans müssen sich an diesem Wochenende umstellen. Der Grand Prix von Aserbaidschan wird nicht wie gewohnt am Sonntag ausgetragen. Max Verstappen, Andrea Kimi Antonelli und Co. kämpfen bereits am Samstag, dem 26. September, um den Sieg auf dem Straßenkurs in Baku.
Der Grund dafür ist ein nationaler Gedenktag im Austragungsland Aserbaidschan. Am Sonntag, dem 27. September, erinnert das Land an die Gefallenen des Zweiten Karabach-Kriegs, der am 27. September 2020 begonnen hatte und 44 Tage dauerte. Die kriegerische Auseinandersetzung mit dem Nachbarstaat Armenien wird in Aserbaidschan auch als "Vaterländischer Krieg" bezeichnet.
Auf Wunsch des örtlichen Veranstalters und der zuständigen staatlichen Stellen änderte die Formel 1 deshalb den Ablauf. Die Entscheidung fiel bereits im Juni 2025. Eine Überschneidung des Grand Prix mit dem Gedenktag soll damit verhindert werden.
Dadurch verschiebt sich das komplette Rennwochenende um einen Tag nach vorne. Das erste und zweite Freie Training finden bereits am Donnerstag statt. Am Freitag folgen das dritte Training und ab 14 Uhr das Qualifying. Der Grand Prix über 51 Runden startet am Samstag um 13 Uhr MESZ.
Ein Formel-1-Rennen am Samstag ist eine Seltenheit, aber kein Novum. In Las Vegas wird seit 2023 am Samstagabend gefahren. 2024 fanden auch die Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien wegen des Ramadan an einem Samstag statt.