Rund 305 Kilometer werden bei einem Formel-1-Grand-Prix in der Regel zurückgelegt. Gefahren wird die kleinste Anzahl vollständiger Runden, mit der diese Distanz überschritten wird. Deshalb unterscheidet sich die Rundenzahl je nach Strecke – etwa 44 sind es in Spa, aber 78 in Monaco.
Das wird sich ab der Saison 2027 jedoch ändern. Denn die Formel-1-Kommission des Automobilweltverbandes FIA entschied am Montag in London, die Renndistanz zu verkürzen.
Künftig besteht ein Grand Prix "nur" noch aus 290 Kilometern. Das macht je nach Strecke eine Reduzierung von zwei bis drei Runden aus.
Die "Königsklasse" bezeichnete diesen Schritt als "unvermeidliche Folge einer früheren Entscheidung, den Kraftstoffdurchfluss in den Motoren zu reduzieren." Zudem wurden die Pläne für eine Getriebe-Homologation – also eine Vereinheitlichung der Bauteile bei allen Fahrzeugen – verworfen, um "den Zulieferern weiterhin Spielraum für Entwicklungen zu lassen".
Die Kommission änderte auch die Regeln für das auf drei Stunden begrenzte Zeitfenster bei Regenunterbrechungen, "um sicherzustellen, dass die Zuschauer bei Unterbrechungen bestmögliche Chancen haben, ein volles Rennen zu erleben".