Trauer in der Adelswelt! Rudolf Graf von Schönburg-Glauchau ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Der deutsche Aristokrat, der unter dem Spitznamen "Conde Rudi" bekannt war, hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder.
Wie spanische Medien berichten, starb der Graf am 17. Oktober in seiner Wahlheimat Marbella. Dort galt er über Jahrzehnte als eine der bekanntesten Persönlichkeiten der High Society. Besonders durch seine Arbeit im berühmten Luxushotel "Marbella Club" machte er sich einen Namen.
Als langjähriger Hoteldirektor empfing Rudolf von Schönburg-Glauchau zahlreiche internationale Berühmtheiten. Hollywood-Legenden wie Elizabeth Taylor, Sean Connery und Audrey Hepburn zählten zu seinen Gästen. Auch Mitglieder europäischer Königshäuser waren regelmäßig im Nobelhotel anzutreffen.
Gemeinsam mit Prinz Alfonso von Hohenlohe, der das Hotel in den 1950er-Jahren gegründet hatte, trug er dazu bei, Marbella zu einem beliebten Urlaubsort der Reichen und Schönen zu machen.
Besonders groß ist die Trauer bei seiner Familie. Seit 1971 war der Aristokrat mit Prinzessin Marie Louise von Preußen verheiratet. Sie ist eine Urenkelin des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. und eine Cousine der spanischen Altkönigin Sofía. Gemeinsam haben sie zwei Kinder, Sophie und Friedrich.
Auch sein ehemaliger Arbeitgeber nimmt emotional Abschied. Das "Marbella Club Hotel" würdigt den Verstorbenen für seine außergewöhnliche Gastfreundschaft, seinen Humor und seine Großzügigkeit.
"Rudi hat uns gelehrt, dass das wahre Vermächtnis das ist, was wir an andere weitergeben", erklärt Hotelbesitzerin Jennica Arazi.
Für seine Verdienste wurde der Graf im Laufe seines Lebens mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er das deutsche Bundesverdienstkreuz und den spanischen Orden Isabellas der Katholischen.