E-Scootern wird in Margareten der Riegel vorgeschoben. In gleich sechs Grün- und Wohnbereichen des 5. Bezirks dürfen Leih-Scooter künftig weder gefahren noch abgestellt werden. Dafür wurden nun virtuelle Sperrzonen in den Apps der Anbieter eingerichtet.
Hintergrund sind wiederholte Konflikte in Parks und Gemeindebauten. Obwohl dort bereits ein Fahrverbot gilt, sind immer wieder Menschen mit E-Scootern unterwegs. Besonders für Kinder und ältere Personen kann das gefährlich werden. Die Bezirksvorstehung zieht deshalb nun Konsequenzen.
Betroffen sind der Theodor-Körner-Hof, der Leopold-Rister-Park, der Eiselsberghof, der Bacherpark, der Einsiedlerpark und der Bruno-Kreisky-Park. In diesen Bereichen können Leih-Scooter künftig weder ausgeliehen noch gefahren oder abgestellt werden. Möglich machen das digitale Sperrzonen, die gemeinsam mit der Mobilitätsagentur Wien und den Anbietern eingerichtet wurden.
Margaretens Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) sieht darin einen wichtigen Schritt für mehr Sicherheit. "Ein gutes Miteinander braucht Regeln. Und diese Regeln müssen auch eingehalten werden", betont er.
Vor allem Parks und Gemeindebauten sollen Orte bleiben, an denen sich die Menschen gefahrlos aufhalten können. "Gerade in Parks und Gemeindebauten sollen Menschen sich sicher bewegen, spielen oder entspannen können. Wenn Regeln allein nicht ausreichen, müssen wir weitere Maßnahmen setzen. Mit den Sperrzonen in den Apps setzen wir einen wirksamen Schritt, damit Leih-Scooter dort nicht mehr fahren können."
Bei den digitalen Maßnahmen allein soll es nicht bleiben. Im Leopold-Rister-Park wurden bereits vor einigen Wochen Bodenmarkierungen angebracht, die auf das bestehende Scooter-Verbot aufmerksam machen.
Bis Mitte November soll dort außerdem eine bauliche Durchfahrtssperre errichtet werden. Damit will der Bezirk verhindern, dass sich Scooter-Fahrer weiterhin über das Verbot hinwegsetzen.