Antrag im Bezirk

Bürger machen Druck – Khleslplatz soll geschützt werden

Anrainer kämpfen für den Erhalt des historischen Khleslplatzes. Jetzt wurde in der Bezirksvertretung ein Antrag zum Schutz des Ortsbildes beschlossen.
Wien Heute
28.09.2026, 11:04
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Der Druck der Bürgerinitiative rund um den Khleslplatz in Meidling zeigt Wirkung: Die Bezirksvertretung hat am Freitag einen gemeinsamen Antrag zum Schutz des historischen Ortsbildes angenommen. Für die ÖVP Meidling ist damit ein wichtiger Schritt gelungen – nun müssten aber auch konkrete Maßnahmen folgen.

"Der Druck der Bürgerinitiative und der Anrainer zeigt Wirkung", sagt Bezirksparteiobmann und Gemeinderat Lorenz Mayer. Auch ÖVP-Klubobmann Niklas Zierl sieht den Beschluss nur als ersten Schritt: "Ein Antrag allein schützt den Khleslplatz noch nicht. Der SPÖ-Bezirksvorsteher muss sich jetzt auf allen Ebenen für den Erhalt des historischen Ortskerns einsetzen und klar gegen eine weitere Verbauung Stellung beziehen."

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Worum geht es bei der Causa Khleslplatz?

Der Khleslplatz gilt als historisch bedeutender Ortskern und ist seit 1973 Schutzzone. Im Frühjahr sorgte eine geplante Flächenwidmung für Aufregung. Anrainer befürchteten, dass auf den Grundstücken Khleslplatz 3 und 8 künftig deutlich höher gebaut werden könnte – im Raum standen Gebäude mit bis zu 16,5 Metern Höhe.

Eine Bürgerinitiative formierte sich im März 2025, eine Petition gegen die weitere Verbauung sammelte binnen kurzer Zeit mehr als 1.000 Unterschriften. Die Flächenwidmung wurde schließlich dennoch mit den Stimmen von SPÖ, NEOS und Grünen beschlossen.

Für zusätzliche Kritik sorgte der Abriss eines historischen Taubenschlags am Khleslplatz 3 im Jänner 2026. Das rund 350 Jahre alte Bauwerk im Innenhof wurde laut Berichten von Baggern demoliert. Laut Auskunft der Wiener Baupolizei wäre dafür eine Genehmigung notwendig gewesen, ein entsprechender Antrag sei jedoch nicht gestellt worden.

Auch Grundstücksgeschäfte sorgen für Kritik

Im Zuge der Umwidmung stehen zudem Grundstücksgeschäfte im Zentrum der Vorwürfe. Eine Fläche, die ursprünglich für rund 200.000 Euro gekauft worden sein soll, wurde später für knapp 4,5 Millionen Euro an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) verkauft.

Die ÖVP Meidling will die weitere Entwicklung nun genau beobachten. Der neue Antrag soll aus Sicht der Partei sicherstellen, dass der historische Ortskern des Khleslplatzes tatsächlich geschützt wird und es zu keiner weiteren Verbauung kommt.

red,28.09.2026, 11:04
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