Die Bezirksvorstehung Rudolfsheim-Fünfhaus sieht rund um die Gumpendorfer Straße eine zunehmende Problemlage. Im Vergleich zum Vorjahr seien heuer deutlich mehr Bürgerbeschwerden zum Thema Drogenkonsum im öffentlichen Raum eingegangen.
Der 15. Bezirk fordert nun mehr Polizeipräsenz, legale Konsumräume und eine fixe Polizeiinspektion bei der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße.
Laut Bezirksvorstehung haben sich die Anliegen und Beschwerden von Anrainern heuer im Vergleich zu 2025 deutlich erhöht. Im Mittelpunkt stehen Beobachtungen von Drogenkonsum im öffentlichen Raum. Gemeldet werden laut Bezirk aber auch strafrechtlich relevante Vorfälle wie Drogenhandel, körperliche Gewalt und Hauseinbrüche.
"Als Bezirksvorsteher ist man direkt am Puls des Zusammenlebens und dreht an Stellschrauben, um Veränderungen einzuleiten: Es braucht mehr Polizei, es braucht soziale Lösungen, die gesellschaftliche Teilhabe garantieren und Verbesserungen vor der eigenen Haustüre", sagt Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ).
Um die Situation zu entschärfen, fordert der Bezirk mehr Polizeikräfte, die im 15. Bezirk stationiert sind. Dabei soll es sowohl um uniformierte Beamte als auch um Polizisten in Zivil gehen. Zusätzlich spricht sich die Bezirksvorstehung für legale Konsumräume aus.
Eine weitere zentrale Forderung ist eine fixe Polizeiinspektion direkt bei der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße. Dadurch sollen laut Bezirk schnellere Zugriffsmöglichkeiten und eine effektivere Kriminalitätsbekämpfung ermöglicht werden.
Gleichzeitig verweist die Bezirksvorstehung auf bereits gesetzte Maßnahmen. Die soziale Arbeit wurde in den vergangenen Jahren budgetär mehrmals aufgestockt. Zusätzliche Beleuchtung ist in Vorbereitung, unter anderem beim Übergang von der Sechshauser Straße in die Gumpendorfer Straße neben der Hundezone.
Auch die Reinigungsintervalle in den Gebieten rund um die Gumpendorfer Straße wurden erhöht. Bei den Parkanlagen sollen die Öffnungszeiten zudem enger mit Einrichtungen wie Kindergärten abgestimmt werden. Darüber hinaus finden laut Bezirk laufend Gespräche mit Experten aus Suchthilfe, Polizei, Medizin, Sozialer Arbeit, Fachdienststellen und mit Verkehrsdienstleistern statt.
Mit den geforderten Maßnahmen will der Bezirk mehrere Probleme gleichzeitig angehen. Mehr Polizei soll den Beamten schnellere Zugriffsmöglichkeiten geben und den Suchtmittelverkauf im öffentlichen Raum erschweren. Legale Konsumräume sollen wiederum einen geschützten Rahmen für Suchtkranke schaffen und gleichzeitig Konsum sowie Spritzenmaterial stärker aus dem öffentlichen Raum verlagern.
Davon sollen laut Bezirksvorstehung auch Anrainer, Eltern, Kinder und Jugendliche profitieren. Gleichzeitig könnten Polizei und Suchthilfe durch eine stärkere Verteilung der Angebote entlastet werden.