"Linksextremist"

AfD-Chefin Weidel sorgt mit Hitler-Aussage für Wirbel

Nach dem Wahlerfolg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern sorgt Parteichefin Alice Weidel mit einer Aussage über Adolf Hitler für Wirbel.
Newsdesk Heute
21.09.2026, 15:48
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Die AfD feiert ihren Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern – doch bei der Pressekonferenz am Tag danach rückte eine Aussage von Parteichefin Alice Weidel in den Mittelpunkt. In Berlin sorgte sie mit einer erneuten Einordnung Adolf Hitlers für Aufsehen.

Weidel legt mit Hitler-Aussage nach

Auslöser war die Frage eines niederländischen Journalisten. Weidel erklärte: "Adolf Hitler hat eine völlig linksgerichtete Politik gemacht. Er war ein Linksradikaler, Linksextremist (...) Wenn der Faschismus wiederkehrt, dann wird er sich nicht Faschismus nennen, sondern Antifaschismus."

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Der Reporter wollte daraufhin wissen, ob sie damit nicht eine Täter-Opfer-Umkehr betreibe und Menschen verwirren könnte. Weidel konterte: "Ja, vielleicht sind Sie jetzt verwirrt. Ja, Sie sind in der Tat verwirrt, das habe ich mir nämlich gedacht".

Bereits im Jänner 2025 hatte die AfD-Chefin in einem Gespräch mit Elon Musk behauptet, Hitler sei Kommunist gewesen. Damals wurde ihr Geschichtsrevisionismus vorgeworfen. Sozialisten und Kommunisten gehörten nach 1933 zu jenen politischen Gruppen, die vom NS-Regime verfolgt und in die ersten Konzentrationslager verschleppt wurden.

Frontalangriff auf die CDU

Gemeinsam mit Ko-Parteichef Tino Chrupalla nutzte Weidel den Auftritt auch für scharfe Angriffe auf die CDU. "Wir haben die CDU als Volkspartei abgelöst", sagte sie. Verantwortlich dafür seien eine linke Politik der Christdemokraten und eine "sehr unintelligente Brandmauer-Politik" gegenüber der AfD.

Weidel erwartet zudem, dass die schwarz-rote Bundesregierung vorzeitig zerbricht und es noch vor 2029 zu einer Bundestagswahl kommt. "Die CDU wird Richtung fünf Prozent gehen. Und die CDU wird nie mehr wieder in ihrer Parteigeschichte eine Bundestagswahl gewinnen", erklärte sie.

Chrupalla bezeichnete die CDU unterdessen als "scheinkonservativ". "Die CDU ist im Osten keine Volkspartei mehr", sagte der AfD-Chef. An der Basis gebe es bereits eine Zusammenarbeit beider Parteien. Von den ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten erwartet er deshalb künftig eine veränderte Haltung.

In Mecklenburg-Vorpommern hatte die AfD bei der Wahl die meisten Stimmen erhalten. Eine Regierungsbeteiligung scheint dennoch ausgeschlossen. Die zweitplatzierte SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig dürfte stattdessen eine Koalition mit Grünen und Linken anstreben.

red,21.09.2026, 15:48