Im brandenburgischen Zehdenick hat der AfD-Politiker Rene Stadtkewitz die Bürgermeisterwahl klar für sich entschieden. Der 59-Jährige holte 58,4 Prozent der Stimmen und setzte sich gegen drei Mitbewerber durch.
Damit ist Stadtkewitz der erste direkt gewählte hauptamtliche AfD-Bürgermeister in Brandenburg. Es gab zwar bereits einen AfD-Bürgermeister in Jüterbog, dieser war jedoch als parteiloser Einzelbewerber gewählt worden und trat erst später der AfD bei.
Wie der "Spiegel" berichtet, war die Wahl notwendig geworden, nachdem der vorherige Amtsinhaber Alexander Kretzschmar mit großer Mehrheit abgewählt wurde. Der parteilose Politiker hatte sich nur elf Tage nach seiner Amtseinführung im vergangenen Jahr krankgemeldet – und blieb seither durchgehend krank.
Stadtkewitz war früher CDU-Mitglied in Berlin und brach 2010 mit den Christdemokraten. Bei einer früheren Wahl war er noch gegen Kretzschmar angetreten und unterlag ihm mit 37 zu 63 Prozent. Diesmal gelang ihm jedoch der klare Sieg.
Die AfD feiert den Wahlsieg als Zeichen künftiger Erfolge. "Das ist ein Vorgeschmack auf das, was in Brandenburg noch kommen wird: Immer mehr Bürgermeister und Landräte von der AfD", teilte die Partei mit.
Hinter Stadtkewitz landeten seine Konkurrenten abgeschlagen: Der parteilose Wolf-Gernot Richardt erreichte 7,8 Prozent, Dennis Latzke von der Partei des Fortschritts kam auf 5,2 Prozent.