Paukenschlag um Microsoft-Mitgründer Bill Gates (70): Der Tech-Milliardär räumte nun ein, während seiner Ehe mit Melinda French Gates zwei Affären mit russischen Frauen gehabt zu haben.
Eine späte Offenheit, die überrascht – und ein weiteres Kapitel in der ohnehin turbulenten Trennungsgeschichte des einstigen Vorzeige-Paares.
Doch damit nicht genug: Bei einer internen Mitarbeiterversammlung seiner Stiftung bat Gates auch wegen seiner Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein um Entschuldigung.
Laut "Wall Street Journal" erklärte er, er sei mit Epstein im Privatjet geflogen und habe Zeit mit ihm in den USA sowie im Ausland verbracht. An kriminellen Machenschaften habe er sich jedoch nicht beteiligt.
In der internen Runde fand Gates laut Bericht deutliche Worte: Es sei "ein riesiger Fehler" gewesen, Zeit mit Epstein zu verbringen. "Ich entschuldige mich bei allen Menschen, die wegen mir in diese Sache hineingezogen wurden", sagte er laut Berichten weiter und räumte ein, dass die Verbindung auch einen Schatten auf die Stiftung geworfen und ihrem Ruf geschadet habe.
Zu seinen privaten Verfehlungen erklärte er: "Ich hatte tatsächlich Affären – eine mit einer russischen Bridge-Spielerin, die mich bei Bridge-Veranstaltungen traf, und eine mit einer russischen Kernphysikerin, die ich durch geschäftliche Aktivitäten kennenlernte."
Vor rund einem Monat tauchten in neu veröffentlichten Epstein-Akten weitere schwere Vorwürfe auf: In E-Mails behauptete Epstein, Gates habe sexuelle Kontakte mit russischen Frauen gehabt und sich dabei mit einer Geschlechtskrankheit infiziert. Außerdem habe er ihn gebeten, Antibiotika für seine damalige Ehefrau Melinda zu besorgen. Ein Sprecher wies das entschieden zurück – die Anschuldigungen seien "absolut absurd und komplett falsch".
Ein Sprecher der Gates Foundation erklärte jetzt gegenüber Reuters, Gates habe "Verantwortung für sein Handeln übernommen" und sich den Fragen der Belegschaft offen gestellt. Laut dem Bericht gestand der Milliardär, er entschuldige sich auch dafür, sogar Führungskräfte der Stiftung zu Treffen mit Epstein mitzunehmen.
Zugleich betonte er: "Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen." Und weiter: "Um es klarzustellen: Ich habe niemals Zeit mit Opfern oder den Frauen um Epstein verbracht."
Vom US-Justizministerium veröffentlichte Unterlagen zeigen, dass sich Gates und Epstein auch nach dessen Haftstrafe mehrfach trafen, angeblich um über philanthropische Projekte zu sprechen. Fotos aus den Akten zeigen den Microsoft-Gründer außerdem mit Frauen, deren Gesichter unkenntlich gemacht wurden – laut Gates Aufnahmen, um die Epstein ihn nach Treffen mit dessen Assistentinnen gebeten habe. Die Stiftung stellte klar, sie habe Epstein nie bezahlt oder beschäftigt.